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Geiselnahme-Prozess vor dem Ende: Verteidiger plädierten für mildere Strafen

Peine Geiselnahme-Prozess vor dem Ende: Verteidiger plädierten für mildere Strafen

Im Prozess wegen erpresserischen Menschenraubes und Körperverletzung vor dem Hildesheimer Landgericht haben die Verteidiger der beiden Hauptangeklagten Freiheitsstrafen beantragt, die ein bis zwei Jahre unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft liegen: Sieben statt neun Jahre für den 25-Jährigen, sechs statt sieben Jahre für den 27-Jährigen seien angemessen.

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Vor den Plädoyers: Die Hauptangeklagten (rechts, Mitte) sowie ein weiterer Angeklagter mit den Anwälten (von links) Malte Schönekäs, Björn Nordmann und Bernward Hink.

Quelle: bar

Peine. Die Anwälte der beiden Brüder äußerten Zweifel an den Angaben des Opfers. Der 23-Jährige habe durchaus gewusst, worum es bei der Auseinandersetzung mit seinem Mandanten ging, sagte Rechtsanwalt Bernward Hink. Er habe gedealt, habe Schulden nicht bezahlt. Wer sich im Drogenmilieu so verhalte, „der lebt gefährlich“. Die Feststellung des Staatsanwaltes Johannes Aue, dass das Opfer während seiner Gefangenschaft Todesangst gelitten habe, halte er für „Stimmungsmache“, so der Verteidiger. Sein Mandant habe auch keineswegs von Anfang an das Opfer abstrafen wollen. Die Situation habe sich „hochgeschaukelt“.

Der Tathergang sei „schon ein ordentliches Brett“, meinte Verteidiger Björn Nordmann. Der Unterschied zwischen den beantragten Strafen für seinen Mandanten und für die wegen Beihilfe Angeklagten sei aber zu groß.

Die übrigen vier Angeklagten hatten unterschiedlichen Anteil an dem Gesamtgeschehen. Sie wandten selbst keine Gewalt an. Sie verhinderten die Tat aber auch nicht, sondern halfen dabei, indem sie zum Beispiel den 23-Jährigen bewachten und zum Drohszenario beitrugen oder auch Botengänge übernahmen. Die Verteidiger plädierten für ihre Mandanten auf Strafen von höchstens zwei Jahren zur Bewährung.

In ihren letzten Worten drückten die Angeklagten ihr Bedauern aus. Der 25-Jährige entschuldigte sich bei den Mitangeklagten dafür, dass er sie in die Tat hineingezogen habe. Er warf ihnen aber gleichzeitig vor, dass sie ihn als seine Freunde nicht zurückgehalten hätten.

Die sechs Männer hatten im März dieses Jahres den 23-Jährigen in einer Wohnung festgehalten. Er sollte die PIN seiner EC-Karte nennen, was er aber nicht konnte. Er wurde mit Fäusten geprügelt und getreten, mit einem Messer verletzt und mit einem Stuhl geschlagen. Erst nach mindestens acht Stunden gaben die Täter ihr Vorhaben auf und ließen ihn gehen.

bar

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