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Geht's auch ohne Handy? Teenager Marc Hedderich sagt "Ja!"

Peine Geht's auch ohne Handy? Teenager Marc Hedderich sagt "Ja!"

Wie viel Prozent der deutschen Bevölkerung haben ein Handy? 90, 91, oder mehr? Hundertprozentig exakte Zahlen gibt es nicht. Doch fest steht, dass Marc Hedderich kein Handy hat. Und: Der Peiner ist 17 Jahre alt. Was es heißt, als Jugendlicher in Sachen Mobiltelefon außen vor zu sein, hat die PAZ erfragt.

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Marc Hedderich ist einer von wenigen, der noch kein Mobiltelefon besitzt.

Quelle: jh

„Ich brauche kein Handy. Man kann davon abhängig werden. Ich komme super ohne klar. Und man spart ‘ne Menge Geld“, sagt Hedderich überzeugt. Im Alter von 13 Jahren habe er von seinem Bruder ein Handy geschenkt bekommen, das kurz danach schon wieder in der Schublade verschwand. Denn: „Ich habe es so gut wie nie benutzt.“

Aus der Welt ist der 18-Jährige wegen seiner Verweigerungshaltung keinesfalls. So kann man den Berufsfachschüler, der ab diesem Sommer Industriemechaniker lernt, per Festnetz erreichen. Einen Laptop hat er auch. Ein Kommunikationsportal im Internet ist Standard. „Ich bin bei Facebook angemeldet, aber mehr als fünf Minuten am Tag reingehen, ist nicht. Wer mich nicht erreicht, hat Pech gehabt. Dann eben später.“

Eine „Glotze“ zum Fernsehen steht allerdings im Zimmer. „Fußball gucken, abends einen Film, das muss sein“, sagt Hedderich.

Auf Alkohol verzichtet er lieber. Fast jedenfalls. „Ich trinke eigentlich nur bei besonderem Anlass. Mehr nicht, ich bin Sportler. Vier Mal die Woche ist Fußball spielen oder Fitnessstudio angesagt“, betont der Fan des Real-Madrid-Superstarts Cristiano Ronaldo.

Als Nachteil seiner Handy-Abstinenz sieht Hedderich, dass er bei Gesprächen - wenn es ums neueste I-Phone-Modell oder ähnliche Mini-Computer geht - meist passen muss. „Aber egal, es gibt auch andere Themen, über die geredet wird.“

Manchmal versuchen Mitschüler oder Freunde ihn aufzuziehen. Tenor: „Ey, ist doch voll langweilig ohne Handy.“ Schief angesehen oder gemieden wird er von seinen Bekannten indes nicht. Im Gegenteil: Er wurde sogar zum Klassensprecher gewählt. Und das nicht ohne Grund. „Eigentlich komme ich mit allen super klar.“

Ob er im Stillen denkt, es wäre besser, doch ein Mobiltelefon zu haben, bejaht der Teenager „Vielleicht kaufe ich mir später eines. Im Beruf kann man ein Handy gebrauchen. Aber ob es auch tatsächlich so kommt, ist offen.“

jh

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