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Gefährlicher „Schandfleck“

Schmedenstedt Gefährlicher „Schandfleck“

Eine windschiefe Scheune, deren Dach herunterzufallen droht – eine massive Straßenabsperrung und Straßenschilder, die mal offen und mal mit blauen Müllsäcken zugehängt sind: Chaotische Zustände am Südring ärgern viele Schmedenstedter.

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Das große zeigt die Straßensperre am Südring vor der halb abgetragenen, alten Scheune, die einzufallen droht.

Quelle: Ralf Büchler

Peine-Schmedenstedt. Kopfschütteln im Peiner Ortsteil Schmedenstedt über die Zustände am Südring vor einem alten Bauernhof. Ortsbürgermeister Andreas Meier (CDU) ärgert sich: „Wir haben als Ortsrat bereits mehrfach die Stadtverwaltung darauf hingewiesen, wie gefährlich es dort ist. Die alte Scheune auf dem Hof von Herbert Schridde ist extrem einsturzgefährdet und nicht nur die Dachziegel drohen, auf den Südring zu fallen – das ist eine wichtige Durchgangsstraße. Doch trotz der Gefahr für Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer ist nichts passiert.“

Bis Mitte November – denn da hat die Stadt Peine eine halbseitige Straßenabsperrung aufgebaut. Ortsratsmitglied Carsten Heuer (CDU) erklärt: „Leider hat man dabei vergessen, einen Fußweg einzurichten und unsere Grundschüler waren daher gezwungen, auf die Straße auszuweichen. Zum Glück ist dabei nichts Schlimmes passiert. Und auch eine Ampel fehlt, so dass es dort in der Kurve schon fast zu Unfällen gekommen ist.“ Auf Nachfrage wurde also ein Fußweg in die Straßenabsperrung integriert, doch die Probleme blieben.

Andreas Meier ergänzt: „Man hat Schridde, der insolvent ist, eine Frist bis zum 23. Dezember gesetzt. Bis dahin sollte der Landwirt das gesamte Gebäude zurückbauen, sonst würde das Ordnungsamt einschreiten.“ Dazu hat die Stadt dort Parkverbotsschilder für Autos aufgestellt, auf denen der 23. Dezember angegeben war.

Die Hoffnung war in Schmedenstedt groß, dass das Problem endlich gelöst wird, doch die Verwirrung wurde nur noch größer. Denn schon bald wurden blaue Müllsäcke über diese Schilder gestülpt, um sie wieder außer Kraft zu setzen. „Wir haben das zuerst für einen schlechten Scherz gehalten“, betont der Ortsbürgermeister, doch auf Nachfrage habe er bei der Stadtverwaltung erfahren, dass die Frist für Hofbesitzer Schridde zu kurz angesetzt worden war.

Jetzt sind die Schilder wieder offen, und es wurde ein Parkverbot zu einem neuen Termin mit Papier aufgeklebt: Darauf steht jetzt 6. Januar, ab 7 Uhr. Landwirt Schridde war jedoch in den vergangenen Tagen tätig und hat das Dach fast vollständig abgetragen. Es steht jetzt bis auf einen Dachrest nur noch das alte Gemäuer der alten Scheune und das Holztor.

Andreas Meier ist gespannt, was nun die Stadt am 6. Januar machen wird: „Wahrscheinlich stellt das Ordnungsamt fest, dass jetzt keine akute Gefahr mehr herrscht und lässt das Gebäude-Gerippe stehen. So bleibt der Schmedenstedter Schandfleck erhalten, bis dort das nächste Gebäude einzustürzen droht und Menschen gefährdet“, vermutet er und schüttelt mit dem Kopf.

Thomas Kröger

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