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Gedenken an die Reichspogromnacht 1938

Peine Gedenken an die Reichspogromnacht 1938

In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 brannten Synagogen in ganz Deutschland. Auch das jüdische Gebetshaus in Peine fiel den Flammen zum Opfer - und wurde Schauplatz des hinterhältigen Verbrechens an dem 17-jährigen Hans Marburger. Um an die Reichspogromnacht zu erinnern, finden mehrere Veranstaltungen in Peine statt.

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1938: Zerstörte jüdische Synagoge an der Hans-Marburger-Straße.

Quelle: Stadtarchiv

Am heutigen Freitag findet ab 11 Uhr am Peiner Mahnmal für die jüdischen Opfer der NS-Zeit, das an der Hans-Marburger-Straße steht, zur Erinnerung an die Opfer der Pogromnacht im Jahr 1938 eine Kranzniederlegung statt. Bürgermeister Michael Kessler, Vertreter der jüdischen Gemeinden, der Kommunalpolitik und der christlichen Kirche werden an der Gedenk-Veranstaltung teilnehmen.

Die Evangelische Kirche lädt anlässlich des 75. Jahrestages der Reichspogromnacht für den morgigen Samstag von 12.30 Uhr bis 14.45 Uhr zu einer Andacht und Begegnung in die Lutherkirche und in die Lutherkapelle Peine ein. In Gebeten, Texten und Liedern wird den Opfern von Gewalt und Rassismus gedacht. Es wirken mit Superintendent Dr. Volker Menke und die Pastoren Frank Niemann und Dr. Sebastian Thier.

Das Programm: 12.30 bis 13 Uhr Andacht in der Lutherkapelle, 13.30 Uhr Friedensgebete in der Lutherkirche, 14 Uhr Friedensgebete in der Lutherkirche, 14.30 Uhr Abschlussandacht in der Lutherkirche. Zwischen den Programmteilen sind alle Gäste bei Kaffee und Tee zu Gesprächen in der Lutherkapelle eingeladen.

Ein Gedenkgottesdienst findet am morgigen Samstag, 18 Uhr, in der St.-Jakobi-Kirche statt. Pastor Frank Niemann, der den Gottesdienst leitet: „Wir wollen innezuhalten und an die organisierten Ausschreitungen erinnern. In dem Gottesdienst wird es zum einen um das jüdische Leben und die Synagoge in Peine gehen, zum anderen um eine Bewertung aus heutiger christlicher Perspektive.“ Als ausgewiesener Fachmann wurde Dr. Jens Binner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, für die Mitwirkung im Gottesdienst gewonnen. Kirchenkreiskantor Christof Pannes trägt mit Musik jüdischer Komponisten oder solcher mit jüdischem Hintergrund wie Felix Mendelssohn-Bartholdy zur Gestaltung des Gottesdienstes bei.

Der Arbeitskreis Andere Geschichte aus Braunschweig bietet morgen in Zusammenarbeit mit dem Kreisheimatbund Peine eine Stadtführung an. Im Mittelpunkt stehen dabei Gebäude, die bis heute an die Existenz einer jüdischen Gemeinde in Peine, aber auch an ihre Verfolgung erinnern. Der Bogen spannt sich von den frühesten Zeugnissen jüdischer Bewohner am Damm bis zum Standort der 1938 zerstörten Synagoge an der heutigen Hans-Marburger-Straße. Geleitet wird die Führung von Dr. Jens Binner. Die Führung am morgigen Samstag beginnt um 14 Uhr, Treffpunkt ist der Marktplatz am Eingang zur Fußgängerzone.

rd

Info: Hans Marburger

75 Jahre ist es her, dass Nazis in der Synagoge in Peine Feuer legten. In ihr verbrannte die Leiche des 17-jährigen Hans Marburger. Als ein SS-Kommando in der Pogromnacht die Räume seiner Familie an der Schloßstraße überfallen hatte, war er den Eltern zur Hilfe gekommen und erschossen worden. Seine Leiche hatten die SS-Leute später in die brennende Synagoge geworfen und um Spuren zu verwischen einen Tag später im Mittellandkanal versenkt.

rd

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