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Gedenken an Gräueltaten der Pogromnacht

Peine Gedenken an Gräueltaten der Pogromnacht

Peine. Zum Gedenken an die Gräueltaten in der Pogromnacht 1938 versammelten sich Vertreter aus Politik, Verwaltung, religiösen Gemeinden und etwa 120 Schüler und Bürger am jüdischen Mahnmal an der Hans-Marburger-Straße.

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Mehr als 120 Peiner kamen gestern zu der Gedenkfeier.

Quelle: ju

„Das Gedenken darf nicht aufhören“, sagte Peines Bürgermeister Michael Kessler (SPD). „Es erstaunt mich immer wieder, wie viele Facetten aus der Zeit des Nationalsozialismus, aus dieser Zeit der Dunkelheit, noch bald 80 Jahre später auftauchen. Deshalb muss die Erinnerungskultur aufrecht erhalten werden.“ Mit Freude habe der Bürgermeister gelesen, dass sich Peiner Schüler ausführlich mit der jüdischen Religion befasst haben. „So praktiziert man Religion zum Anfassen“, so Kessler.

In seiner Rede sprach der Bürgermeister zudem über den großen Mut jener, die damals die Todgeweihten bei sich versteckten. „Ich habe Zweifel, ob ich diesen Mut gehabt hätte“, sprach Kessler offen. „Aber ich frage mich, hat denn keiner der Peiner Bürger denjenigen Juden zur Seite gestanden, deren Geschäfte in besagter Nacht angegriffen wurden, deren Scheiben zerschlagen oder beschmiert wurden? Ein Zeichen der Solidarität wäre doch möglich gewesen.“

Und auch heute vermisst die jüdische Gemeinde noch oftmals öffentliche Solidarität - wie zuletzt beim Gaza-Konflikt. „Diesen blanken Judenhass in dieser Intensität und Offenheit habe ich mir nicht mehr vorstellen können“, sagte Landesrabbiner Jonah Sievers gestern bei der Kranzniederlegung.

Der Landesrabbiner warf einen Blick zurück auf den Antisemitismus und sprach von „unfassbaren Ereignissen gegenüber dem Judentum“ und einem „Angriff auf ein pluralistisches Leben in Deutschland“.

In Niedersachsen leben derzeit etwa 12 000 Juden in 14 jüdischen Gemeinden, bundesweit sind es 104 Gemeinden. Das Interesse an der jüdischen Religion würde wieder wachsen, so Sievers. Führungen seien gefragt - um zu lernen und wie in Peine zu erinnern: Am 10. November 1938 hatten SS-Leute die Synagoge in Peine angezündet, der 17-jährige Hans Marburger kam in den Flammen um.

ju

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