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Geballte Ladung Musik in der Friedenskirche

Peine Geballte Ladung Musik in der Friedenskirche

Peine. Musik, so stellte sich beim letzten großen Konzert der diesjährigen Peiner Kreismusikschultage in der Friedenskirche heraus, kann man als eine Art Sport bezeichnen, der nur Sieger kennt: Nämlich Musiker und Zuhörer.

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Gespannte Aufmerksamkeit herrschte auch bei den anderen Musikern, während die Akteure ihre Stücke in der Peiner Friedenskirche vortrugen.

Quelle: cb

Der Cello- und Schlagzeugschüler und Komponist Jonas Römermann (PAZ berichtete) und seine Musikerfreunde sind ein Beispiel dafür. Römermann komponierte („das mache ich, wenn es aus mir kommt und dann ist es auch gar nicht schwer“) ein modernes rhythmisches und durchaus eingängiges Musikstück und gewann für seinen Wunsch nach einer Aufführung zunächst sowohl die Unterstützung seiner Musikschul-Cello-Gruppe, danach das Wohlwollen seines Schlagzeuglehrers. „Die beiden Geigerinnen sind sowieso Freundinnen und dann haben wir mein Stück seit Mitte Januar gemeinsam eingeübt“.

Es sei eines aus einem achtteiligen Werk, an dem er etwa vier Monate gearbeitet habe. Die eher klassische Instrumentierung und die zeitgenössische Musik wolle er so verbinden.

Das scheint ihm gelungen, denn das Ergebnis wurde vom Publikum bejubelt und der Komponist konnte sein Glück kaum fassen, seine ursprüngliche musikalische Phantasie in orchestraler Fassung erlebt zu haben. Und so durfte sich Jonas Römermann (geb. 1995) selbstverständlich in die Liste jener klassischer Tonsetzer von Bach über Händel bis Mozart einreihen, aus deren Schaffen Pennäler der Musikschule vorher instrumental schöpften.

Christian Gugel auf der Posaune beispielsweise mit Händels „Pasacaille“ oder Maria Klemts Blockflötenensemble mit Purcells „The Fairy Queen“ oder das Querflöten-Trio Marie Wehly, Lisa Bähr und Caroline Beck mit Bizets Superhit, der „Habanera“ aus Carmen oder Charlotte Hoffmann auf der Violine mit Mozart oder Devina Heilmann mit Bach oder, oder, oder…

Den allermeisten der jungen Musikschüler nimmt man ab, dass sie musizieren, weil sie wollen, nicht weil sie müssen - selbst wenn auch mal etwas nicht ganz sauber klingt oder gar misslingen mag. Sie scheinen zu erkennen, dass jede Musik eben so viel mehr ist, als das fehlerfreie Abspielen von Noten. „Das Unwichtigste an der Musik sind die Noten“, sagte einst Komponist Gustav Mahler.

Ja, die meisten jungen Musiker kombinieren ihr Herz mit Musik und Instrument, um ihre Freude an die Zuhörer weitergeben. Dass der Applaus die Belohnung nicht nur für unerschütterlichen Übungsfleiß sondern auch für das allmähliche Ergründen und Begreifen des entsprechenden Musikstücks ist, versteht sich von selbst.

Gymnasiast Römermann bringt das verblüffend einfach auf den Punkt: „Musik ist keine Arbeit, mit Musik belohne ich mich nach der Arbeit.“

uj

Keding zieht Bilanz: „Kreismusikschultage waren sehr erfolgreich“

Kreis Peine. Die Kreismusikschultage im Peiner Land endeten gestern Abend mit einem fulminanten Konzert im Peiner Owl Town Pub. 13?Bands spielten in vollem Saal Rock, Pop und Jazz. Die siebten Kreismusikschultage waren ein voller Erfolg – „und wir konnten viele Premieren feiern“, resümierte Kreismusikschulleiter Daniel Keding.

Bezeichnend sei die Kontinuität, die die Tage auszeichne. „Wir haben in den vergangenen Jahren den Umfang stets gesteigert und dabei ebenso stetig hochwertige Ergebnisse erzielt“, sagte er. Das spreche für die Musiklehrer, aber auch für das Engagement der Schüler. Denn trotz des gesteigerten Umfangs sei die Qualität der einzelnen Veranstaltungen erhalten geblieben.

Obwohl es bereits die siebten Musikschultage waren, gab es viele Premieren: „So haben zum ersten Mal bei den jüngeren Schülern die Lehrer die Moderation übernommen und Hintergründe zu Komponisten und Stücken geliefert“, so Keding. Bei Abendveranstaltungen der älteren Schüler haben diese selbst die Moderation übernommen. Das sei stets gut angekommen beim Publikum, weil sie nicht nur in den Genuss der Musik, sondern auch an mehr Informationen gekommen sind. Entsprechend soll dieser Punkt bei den nächsten Musikschultagen nicht nur erneut aufgegriffen, sondern ausgebaut werden.

Besonders gefreut hat Musikschulleiter Keding, dass in diesem Jahr auch Gäste aus dem finnischen Heinola mit dabei waren – eine weitere Premiere, genauso wie der Auftritt von Jonas Römermann mit einer Eigenkomposition.

Es gab aber auch einen Punkt, der Keding enttäuschte: „Wir haben ganz viel Werbung in Kitas und Grundschulen für die Konzerte gemacht, aber leider nur eine magere Resonanz bekommen“, sagte er. Den Kindern macht er dabei keinen Vorwurf, aber es sei wichtig, dass die Eltern ihre Kinder auch an die Musik heranführen, wenn die musikalischen Werte erhalten werden sollen.

pif

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