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Gaststätte Carl Wittenberg schließt

Schwicheldt Gaststätte Carl Wittenberg schließt

Schwicheldt. Heute ist bereits der letzte Öffnungstag: Das Traditionsgasthaus Carl Wittenberg in Schwicheldt schließt für immer seine Türen. 114 Jahre lang gab es den Schankbetrieb an der Niedersachsenstraße.

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114 Jahre lang gab es den Schankbetrieb an der Niedersachsenstraße: Inhaberin Ruth Wittenberg hat jetzt das Gebäude verkauft.

Quelle: mic

Schwicheldt. Er war eine feste Institution im Ort - ob zum Königsball, zur Fastnacht oder zu Familienfeiern.

Inhaberin Ruth Wittenberg (68) sieht die Schließung mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die Gaststätte führte sie zusammen mit ihrem Ehemann Karl Wittenberg immerhin seit 1973. Als dieser im April vergangenen Jahres starb, entschied sie sich weiterzumachen. „Ich hatte von Anfang an zu meinem Mann gesagt, dass wir das hier zu Ende bringen.“ Und das Ende ist jetzt gekommen: „Ich denke, mit 68 Jahren ist es an der Zeit, in den Ruhestand zu gehen.“

Das Gaststättengebäude ist bereits verkauft, ein Gasthaus wird es jedoch nicht mehr geben. Der neue Besitzer hat angekündigt, in dem Haus Wohnungen einzurichten. Für Ruth Wittenberg ist die Geschäftsaufgabe auch mit dem Abschied aus Schwicheldt verbunden. Sie zieht zu ihrer Tochter Melanie und deren Familie nach Möcken bei Burg.

„Ich habe in der letzten Zeit große Unterstützung bekommen, vor allem durch mein Personal, aber auch durch die Tante Käthe (Käthe Beimes), die ja schon stolze 104 Jahre alt ist. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken.“ Auch die örtlichen Vereine und die Junggesellschaft hätten Rücksicht auf die Situation genommen.

Anekdoten und Geschichten gibt es aus 42 Jahren reichlich zu erzählen: So war es bei Wittenberg jahrelang Tradition, dass am Wochenende „exklusiv“ die Bundesliga-Ergebnisse verkündet wurden. „Die Tante Grete (Margarete Wittenberg) notierte sich die Ergebnisse aus dem Radio und las den Zettel dann im Gastraum vor. Da war es immer mucksmäuschenstill. Na ja, Internet gab es ja noch nicht.“

Das Haus selbst hat eine lange Geschichte: Als Gaststätte wurde es nachweislich seit 1901 betrieben. 1925 brannte es ab. Es gab einen Toten. Für den Wiederaufbau ab 1927 zeichnete der Peiner Architekt Anton van Norden verantwortlich.

mic

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