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Gastronomen der Innenstadt sind sauer

Peine Gastronomen der Innenstadt sind sauer

Mit dem Beginn der Freiluftsaison weht den Gastronomen in Peine der Wind kräftig ins Gesicht. Die Stadt Peine will die Gebühren für Biergärten vor Kneipen und Restaurants stark anheben. In der Fußgängerzone und auf dem Marktplatz sollen statt 1,75 Euro pro Quadratmeter künftig sechs Euro im Monat fällig werden. Die Stadt verteidigt die Pläne und spricht von einer „Kalkulation zur Kostendeckung“.

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Härke-Ausschank: Marc Hesselink

Peine. „Die Anhebung ist völlig unverständlich“, sagt Panagiotis Panagiotoglou, kurz Pano, vom Maxim am Marktplatz. Alle Gastronomen müssen kämpfen. „Und gerade mit dem Sommergeschäft schaffen wir uns das Polster, um magere Monate im Winter zu überbrücken“, sagt er.

Marc Hesselink vom Härke-Ausschank ist alles andere als begeistert: „Seit zwei Jahren kämpfen wir schon dafür, dass die Stadt die Steine wieder anhebt, nachdem sie abgesackt sind“, sagt er. Doch statt die Terrasse zu begradigen, würden die Gebühren angehoben. „Für Veranstaltungen wie den Eulenmarkt müssen wir übrigens zusätzlich zahlen“, meint er.

„Mehr als das Dreifache zu bezahlen, das ist viel zu viel“, sagt Diego Babbo von der Eisdiele Venezia. Er kann verstehen, dass die Stadt Gebühren anpasst, aber bitte nicht in dieser Höhe. Weiter geben kann er die Mehrausgaben an seine Kunden nicht, sagt er. „Es ist nicht zu vermitteln, dass unser Cappuccino teurer wird, weil die Stadt höhere Gebühren nimmt.“

Michaela Schade vom Café Schade ist erstaunt, dass die Stadt nicht einmal mit den Gastronomen gesprochen hat. „Wie sollen wir die hohen Gebühren bezahlen?“, fragt sie und verweist auf die aktuellen Leerstände in der Fußgängerzone mit dem Alten Rathaus, dem Weißen Schwan und dem Café am Lyzeum.

Rückendeckung bekommen die Gastronomen von der Peiner Kaufmannsgilde: „Die Gastronomen haben es schon schwer genug in Peine“, sagt Gildemeisterin Ingeborg Wennerscheid. Vor Jahren hätten die Kaufleute und Gastronomen dafür gekämpft, dass der Marktplatz belebt wird, um die Innenstadt attraktiver zu machen.

Stadt-Sprecherin Ulrike Laudien verteidigt die Pläne: „Es ist das erste Mal seit zehn Jahren, dass wir die Gebühren anheben. Jetzt haben wir uns bei der Kalkulation an den tatsächlich entstehenden Kosten orientiert, wie das bei Gebühren üblich ist.“ Die Anhebung sei der Kaufmannschaft zudem mitgeteilt worden.

pif

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