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Fußtritte gegen den Kopf: Drei Jahre Haft für 20-Jährigen

Peine Fußtritte gegen den Kopf: Drei Jahre Haft für 20-Jährigen

Peine. Zu insgesamt drei Jahren und einem Monat Jugendstrafe sowie zu einem Jahr Haft auf Bewährung wurden ein 20-Jähriger aus Broistedt und sein 22 Jahre alter Kompagnon aus Salzgitter jetzt vom Amtsgericht Peine verurteilt. Wie ein Fußballspieler, so eine Zeugin, habe der 22-jährige Mann ausgeholt und zweimal gegen den Kopf eines anderen jungen Mannes getreten, den er zuvor zu Boden geschlagen hatte.

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Quelle: A

Der jüngere der beiden Angeklagten sitzt bereits eine 27-monatige Jugendstrafe wegen fahrlässiger Tötung ab und muss nun wegen Nötigung und Erpressung weitere zehn Monate im Gefängnis verbringen. Mit Handschellen gefesselt wurde der 20-Jährige in den Gerichtssaal geführt. Der schmächtige junge Mann hat bereits eine lange Latte von Straftaten vorzuweisen und steht nicht zum ersten Mal vor Gericht. So hatte er betrunken und ohne Führerschein bei hohem Tempo die Gewalt über ein Auto mit insgesamt sechs Insassen verloren und war gegen einen Baum geprallt; zwei der Mitfahrer starben, die anderen waren schwer verletzt. Er selber ist seitdem zu 70 Prozent schwerbehindert. Diesmal wurde ihm Nötigung und räuberische Erpressung vorgeworfen. Unter Androhung von Schlägen für ihn und dessen Freundin zwang er einen guten Freund zum Kauf eines Tablet-Computers und zum Abschluss des dazugehörigen Mobilfunkvertrags. Der Freund blieb allein auf den Kosten sitzen, die eigentlich geteilt werden sollten. „So sieht also Ihre Auffassung von Freundschaft aus“, sagte die Richterin.

Der zwei Jahre Ältere war an einer Bushaltestelle in der Nähe einer Bar in Lengede mit einem anderen jungen Mann aneinandergeraten, der ihn beleidigte und tätlich angriff. Nach einem ersten Intermezzo gab es eine weitere Begegnung vor der Bar, bei der der 22-Jährige den anderen zu Boden schlug und ihm mindestens zweimal heftig gegen den Kopf trat, sodass das Opfer schließlich ohnmächtig liegenblieb. Als eine beherzte 39-Jährige den Angreifer wegziehen und sich um das Opfer kümmern wollte, ging der 20-jährige Broistedter dazwischen und drängte die Frau massiv an die Seite. Das kreidete ihm die Richterin als Nötigung an.

„Sie wären ein klassischer Fall für ein Anti-Aggressionstraining, aber da Sie nicht nach Jugendstrafrecht verurteilt werden, gibt es dafür leider keinen Kostenträger“, sagte die Richterin des Jugendschöffengerichts zu dem 22-jährigen Auszubildenden, der noch nicht so viel auf dem Kerbholz hat.

hui

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