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„Fusionen sind nötig, um stark zu bleiben“

Peine „Fusionen sind nötig, um stark zu bleiben“

Peine. Die Milliarden-Übernahme der britischen Brauerei SABMiller durch den Weltmarktführer Anheuser-Busch InBev sorgt für Schlagzeilen. Die PAZ sprach mit dem Geschäftsführer der Braumanufaktur Härke, Werner Arzeus, vor dem Hintergrund der Konzentration in der Getränke-Branche über Auswirkungen für regionale Marken.

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Werner Arzeus, Geschäftsführer der Härke-Brauerei, im Interview: Bei Härke gibt es bald Amber Ale.

Quelle: oh

Im Gespräch ging es um mögliche Chancen für kleinere Brauereien, die neu ausgerichtete Vertriebsstrategie für Härke und neue Produkte am Markt.

Herr Arzeus, durch die Megaübernahme wird ein einziger Konzern künftig jedes dritte Bier weltweit liefern. Welche Auswirkungen wird das auf die Branche haben?
Das ist schwer zu sagen. Die Übernahme an sich war ja keine Überraschung. Bei einem weltweit rückläufigen Pro-Kopf-Verbrauch, bleiben für die Großen am Ende wohl nur Fusionen übrig, um stark zu bleiben.

Wird sich die Übernahme auch auf kleinere Brauereien wie Härke auswirken?
Kaum. SAB Miller verkauft ja eher Exportbiere wie Pilsner Urquell, Miller oder Grolsch. Wenn überhaupt ist Anheuser-Busch InBev mit seinen Marken Beck’s oder Hasseröder ein direkter Wettbewerber. Grundsätzlich sehen wir die Situation am Biermarkt aber nicht unbedingt negativ.

Wie meinen Sie das?
Wir sehen auch Chancen. Durch den Verkauf von Wolters in Braunschweig vor einigen Jahren und jetzt aktuell der Gilde in Hannover zeigt sich eindrucksvoll, dass die weltgrößte Brauerei wohl keinen Schwerpunkt auf regionale Marken legt. Es gibt durchaus einen Trend, nach dem sich die Verbraucher regionalen Brauereien wie Härke zuwenden. Der positive Nebeneffekt für die Menschen in Niedersachsen ist: Biersteuer ist Landessache. Demnach bleiben die Einnahmen aus heimischen Bieren in Niedersachsen.

Sie sagen also – Craft Biere, die handwerklich, in kleinen Mengen mit einer besonderen Rezeptur hergestellt werden, liegen im Trend?
Ganz genau: Härke hat da unter anderem das Amber Ale im Angebot. Das gibt es übrigens ab Mitte November auch in der Flasche im Handel, bisher wurde es nur in Gaststätten angeboten. Im Übrigen hat die Muttergesellschaft von Härke, die Einbecker Brauhaus AG, Craft Beer bereits seit 1378 in ihrem Angebot – so lange stellt das Unternehmen bereits das weltbekannte Einbecker Bockbier her!

Wie ist aktuell die wirtschaftliche Lage bei Härke – zweieinhalb Jahre nach der Übernahme durch Einbecker?
Trotz des Europaschützenfestes ist die Entwicklung in diesem Jahr leider nicht so positiv, wie wir uns das erhofft hatten. Die Gründe liegen sicherlich bei den relativ guten Vorjahreszahlen, bedingt durch die Fußball-WM und ausgesprochen gutem „Bierwetter“ im Frühjahr 2014. Zudem gibt es weiterhin ein extremes Wettbewerbsverhalten, dem wir uns nicht gänzlich entziehen können.

Wie wollen Sie entgegensteuern?
Wir wollen unseren Vertrieb in den Randbereichen unseres Vertriebsgebiets stärken und Absatzstätten in Gaststätten und im Lebensmitteleinzelhandel gewinnen.

Ihre Einschätzung – wie geht es in der Bier-Branche weiter? Gibt es weitere Fusionen, vielleicht auch bei Einbecker?
Der Konsolidierungsprozess auf dem deutschen Biermarkt wird weitergehen, und es wird weitere Fusionen geben, keine Frage. Aktuell stehen bei der Muttergesellschaft, der Einbecker Brauhaus AG, keine konkreten Überlegungen in Bezug auf Fusionen oder Übernahmen an.

Interview: Michael Lieb

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