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Furios, rasant und ziemlich laut

Peiner Festsäle Furios, rasant und ziemlich laut

Pfiffe, Johlen und Trampeln – ein so lautes Publikum haben die altehrwürdigen Festsäle wohl selten erlebt. Und damit standen die mehr als 650 Zuschauer den Künstlern auf der Bühne in nichts nach. Die elf Trommler des Tao-Ensembles zeigten mit „Another world, another time“ ihre neue Show.

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Der Rhythmus, wo man mit muss: Lautstärke und Ekstase schrieben die Tao-Trommler in den Peiner Festsälen groß und zeigten, dass Trommeln vollen geistigen körperlichen Einsatz fordert.

Quelle: Isabell Massel

Peine. Ekstatisch und schwer beeindruckend: Mit ihrer Show „Another world, another time“ belebten die japanischen Musiker des Tao-Ensembles in den Peiner Festsälen die Jahrhunderte alten Traditionen der Wadaiko-Kunst mit Elementen der Popmusik. In Peine machte das elfköpfige Ensemble die letzte Station der Welttournee. Überall hatte Tao für Begeisterung und volle Säle gesorgt. In der Fuhsestadt war das nicht anders.

Die muskulösen Körper der Musiker ließen schon beim Auftaktstück ahnen, dass die so leicht scheinenden Bewegungen und Klänge ziemlich Kräfte zehrend sind. Um die bis zu 1,70 Meter im Durchmesser großen Trommeln zum Schwingen und Klingen zu bringen war eine Menge Kraft und perfekte Körperbeherrschung nötig.

Schwarz gewandet und mit kämpferischem Gesichtsausdruck ließen die Musiker ihre Trommelstöcke sprechen und steigerten sich nach einem fast meditativen Beginn schnell zu furioser Klanggewalt gepaart mit rasanten Tänzen. Temperamentvolle und ruhige Phasen wechselten sich in schneller Folge ab. In der hinteren Mitte der Bühne stand alles überragend die riesige Tao-Trommel, an der sich einer der Künstler wie ein Derwisch in Ekstase spielte.

Doch auch einzeln und mit leiseren Tönen wirkten die Trommler beeindruckend. Behände und schnell handhabte ein Musiker seine Trommelstöcke, verfolgte die Klänge mit den Augen bis in den imaginären Himmel. Schon eilte Unterstützung durch seine Kollegen herbei. Zu fünft lieferten die Tao-Trommler dann eine perfekt choreografierte Show von absoluter Synchronität. Mit unglaublicher Geschwindigkeit und vollem Körpereinsatz droschen sie auf ihre Trommeln ein und verulkten sich ganz nebenbei noch selbst, indem sie ganz aus Versehen ihre Trommelstöcke verloren oder mal eben zur Seite wegkippten.

Zur Erholung für Augen und Ohren, die bei dem wilden Spiel ganz schön beansprucht wurde, gab es danach erst einmal zarte Flötenmusik. Zwei anmutige Damen in langen, samtig schimmernden Kleidern und glitzernden Seidenschals entlockten ihren Instrumenten sanfte Töne und entführten das Publikum in magische Welten des fernen Ostens.

Doch die Ruhepause war nur von kurzer Dauer. Die Trommler steigerten sich im Anschluss zu voller Wucht und Irrsinnstempo. Unter Stöhnen, Schreien und rituell anmutenden Gesängen verausgabten sie sich völlig an ihren Instrumenten, was das Publikum mit begeistertem Applaus belohnte.

Dr. Nicole Laskowski

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