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Fundsachen unter dem Hammer

Peine Fundsachen unter dem Hammer

Peine. Angeblich sind die Zeiten ja nicht ganz schlecht - trotzdem ist die Hatz auf Schnäppchen ungebrochen.

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Marktplatz: Die Fundsachenversteigerung der Stadt Peine.

Quelle: im

Das machten sich die Mitarbeiter des Fundbüros der Stadt Peine am Samstag zu Nutze und verwandelten ein in praller Sonne gelegenes abgesperrtes Areal auf dem historischen Marktplatz in ein zuweilen hart umkämpftes Revier sammlerischer Leidenschaften. Sie versteigerten zu Gunsten des Stadtsäckels, was sich an Fundstücken in den vergangenen 12 Monaten angesammelt hatte. Verlorene Gegenstände also, deren Eigentümer sich nicht gemeldet und auf die der Finder keinen Anspruch angemeldet hatten.

Bettina Grete, Chefin des Bürgerbüros im Rathaus, ist die Frau mit Zylinder und Holzhammer, die von einem zur Bühne umfunktionierten Anhänger beim allerletzten Gebot sanft klopfend, aber mit energischem Behördensprech den Zuschlag erteilte. Überwiegend Männer waren es, die hinter der Barriere mit lässiger Miene zum Bieten auf sich aufmerksam machten und sich Duelle um vermutete Schnäppchen lieferten. Einer hat beispielsweise für acht Euro ein Rad ohne Sattel aber mit Scheibenbremsen „gewonnen“. Mit Sitz und ein paar Tropfen Öl an den richtigen Stellen, soll es künftig am Bahnhof auf ihn warten. Versteigert wurden auch Gebrauchsgegenstände wie Fotoapparate, Lautsprecher und sogar ein Videospiel für Erwachsene, die Mitarbeiter der Stadtkasse aus unterschiedlichen Gründen bei Schuldnern gepfändet hatten.

Grete „verhämmerte“ buchstäblich im Akkord Fahrräder, wobei es ihr die sehr schwach dimensionierte Lautsprecheranlage doppelt schwer machte. Trotzdem: Eine Bieterin freute sich über ein sehr gepflegtes Damenrad mit Stahlrahmen und Gangschaltung für 71 Euro, andere Modelle waren zwar wesentlich günstiger zu haben, erforderten aber auch hohen Reparaturbedarf.

Erst nach der Bezahlung konnte der Ersteigerer das Produkt genauer in Augenschein nehmen. Ein Risiko, dass Interessenten des günstigen Preises wegen gerne in Kauf genommen haben. Eine engagierte Mutter hat so zum Beispiel für einen Euro ein völlig schrottreifes Kinderrad ohne Sattel ergattert, das sie zuversichtlich ihrer entsetzt dreinblickenden Tochter zuschob: „Das kriegen die Jungs schon wieder hin.“

Apropos Jungs: Einfache Kinderfahrräder werden hoch gehandelt. Mehr als 50 Euro hat ein junger Papa in die Mobilität seines Sprösslings investiert, während die Schrottfahrrad-Mutter sicherheitshalber weiter bot.

Kleinteile versteigerte Grete übrigens gleich kofferweise. „Nehmen sie gleich noch ein Fahrrad mit, dann kriegen sie ihn besser nach Hause!“ Die Zeiten könnten ja schlechter werden...

uj

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