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„Für Köhler dumm gelaufen“

Reaktionen zum Köhler Rücktritt „Für Köhler dumm gelaufen“

Bundespräsident Horst Köhler ist überraschend von seinem Amt zurückgetreten. Er war wegen seiner Äußerungen zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr in die Kritik geraten.

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Aus und vorbei: Bundespräsident Horst Köhler ist von seinem Amt zurückgetreten.

Quelle: dpa

Kreis Peine. „Das ist für Köhler dumm gelaufen“, sagt der Politikwissenschaftler Ulrich Menzel aus Vechelde. Der Professor von der TU Braunschweig geht davon aus, dass Köhler der Bundeswehr den Rücken stärken wollte, als er sein umstrittenes Radio-Interview gegeben hat.

Darin hatte der Bundespräsident nicht nur die Sicherheitsinteressen Deutschlands als Grund für Auslandseinsätze, sondern auch Wirtschaftsinteressen genannt. „Und das ist durch das Grundgesetz ganz klar nicht abgedeckt. Die Bundeswehr darf nur zur Landesverteidigung eingesetzt werden“, betont Menzel.

Spannend sei nun, wer der neue Bundespräsident wird, der innerhalb von vier Wochen von der Bundesversammlung bestimmt werden muss. „Solche Wahlen deuten oft ein bisschen die Zukunft der politischen Landschaft“, erklärt der Politikwissenschaftler. Da es angesichts der Wirtschaftslage für schwarz-gelb nicht sehr gut aussehe, kann er sich vorstellen, dass der neue Bundespräsident „kein Vertreter einer harten schwarz-gelben Politik“ sein wird.

  • „Vollkommen überraschend“ kommt der Rücktritt für den SPD-Bundestagsabgeordneten Hubertus Heil. Er sagt: „Das berührt mich menschlich, denn ich habe Köhler als angenehmen und klugen Mann kennengelernt.“ Heil hofft, dass Merkel mit allen Parteien über mögliche Nachfolger spricht.
  • Die CDU-Bundestagsabgeordnete Ewa Klamt reagiert geschockt auf den Rücktritt. Sie zeigt Respekt vor der Entscheidung: „Köhler ist ein Mensch mit Rückgrat, das hat er nun erneut gezeigt.“
  • Landrat Franz Einhaus (SPD) bedauert den Rücktritt, Köhler hätte als Ex-Banker in der Wirtschaftskrise „wichtige Akzente“ setzen können.
  • Verwundert ist Peines Bürgermeister Michael Kessler (SPD) „über die Dünnhäutigkeit Köhlers“. Auch ein Bundespräsident müsse sich der öffentlichen Kritik stellen.

pif/tk

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