Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Führungskrise in der CDU nach Fraktionswahl

Peine Führungskrise in der CDU nach Fraktionswahl

Peine. In der CDU rumort es offenbar gewaltig: Nach der Nicht-Berücksichtigung von Andreas Meier bei der Neubesetzung der Führungsposten innerhalb der Fraktion (PAZ berichtete) steht die Basis offenbar vor einer Revolte. Es gibt zahlreiche Beschwerden und sogar Parteiaustritte.

Voriger Artikel
Wirbel um Personalmangel bei der Peiner Polizei
Nächster Artikel
Sigmar Gabriel sprach über CETA, Stahl und China

Im Wahlkampf um das Peiner Bürgermeisteramt haben die Christdemokraten Andreas Meier (4.v.r.) und Christoph Plett (r.) noch eng zusammengearbeitet.

Quelle: Archiv

Unmut ist vor allem auch in der Jungen Union aufgekommen, zu der Meier als Peiner Bürgermeisterkandidat einen engen Draht hatte. Mittlerweile steht zudem die Forderung nach Neuwahlen im Raum. Für kommenden Freitag ist eine Krisensitzung der Fraktion anberaumt worden.

Einer der bereits jetzt die allerletzte Konsequenz gezogen hat, ist Carsten Heuer aus Schmedenstedt. Er hat nicht nur sein Amt als Ortsverbandsvorsitzender niedergelegt, sondern ist auch gleich aus der Partei ausgetreten - und das nach 20 Jahren in der CDU. „Für mich und viele andere ist völlig unverständlich, dass Meier weder den Fraktionsvorsitz noch irgend einen anderen Posten bekommen hat, obwohl er für die CDU, dass beste Einzelergebnis geholt hat. Ich finde es fast schon skandalös wie Christoph Plett an seinem Posten als Vorsitzender klebt.“

Auch Ulrich Peitmann ist mit den Personalentscheidungen in der CDU nicht einverstanden. Der Peiner Rechtsanwalt und Notar sagt ganz klar: „Wenn Meier künftig nicht in der Fraktionsspitze stehen sollte, denke ich über einen Parteiaustritt nach.“ Und Kreishandwerksmeister Lutz Seidel ergänzt: „Man kann doch bei der CDU nicht ernsthaft das hervorragende Wahlergebnis von Andreas Meier ignorieren. Wer die meisten Stimmen zieht, muss doch an der Spitze stehen.“

Wie die PAZ am heutigen Donnerstag aus CDU-Kreisen erfuhr, soll es zahlreiche Parteiaustritts-Drohungen geben. Darüber hinaus habe es bereits ein Krisengespräch gegeben, in dem der CDU-Ehrenvorsitzende Horst Horrmann eine Vermittlungsrolle eingenommen hat.

Am Donnerstagabend traf sich die Junge Union (JU). Auf der Tagesordnung unter anderem: die Personalie Meier. JU-Vorsitzender Philipp Reinhardt erklärte: „Ja es stimmt, es gibt erheblichen Unmut in der Jungen Union. Bei uns sind eben viele auch davon ausgegangen, dass Andreas Meier Oppositionsführer wird. An der Kompetenz von Christoph Plett zweifeln wir aber definitiv nicht. Und auch das demokratische Wahlergebnis der letzten Fraktionssitzung akzeptieren wir natürlich. Wie wir gehört haben zeichnet sich aber bereits eine Annäherung ab.“

Auf PAZ-Anfrage erklärte Christoph Plett, dass es nächste Woche Freitag eine Sonder-Fraktionssitzung geben wird. „Ich bin mir sicher, dass wir dabei zu einem guten Ergebnis kommen werden.“ Bedeutet das, dass Meier nun doch an die Spitze rückt? Dies wollte Plett nicht kommentieren.

Zum Tumult in der CDU teilte Andreas Meier gestern schriftlich mit: „Es hat eine demokratische Entscheidung zur Besetzung des Fraktionsvorsitzes gegeben. Diesen Vorgang habe ich zu respektieren. Die Fraktion ist aber im Gespräch.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Peine

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung