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Frühe Kanalisation entdeckt

Dungelbeck Frühe Kanalisation entdeckt

Dungelbeck. Bei den Kanal- und Straßenbauarbeiten im Kirchwinkel in Dungelbeck kamen Siedlungsfunde zutage, die frühestens in das 17./18. Jahrhundert datieren. „Damit war klar, dass in diesem Teil des Dungelbecker Altdorfs archäologisch Bedeutendes erst in relativ großer Tiefe zu finden sein würde“, erklärt der Archäologe Thomas Budde.

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In 1,20 Meter Tiefe: Feldsteinpflaster, das in mehreren Leitungsgräben zutage trat.

Quelle: oh

Einige Leitungsgräben erlaubten tiefere Einblicke in das Erdreich. Dabei zeigte sich, dass der obere, nördliche Bereich des abschüssigen Geländes stark durch Bauarbeiten der 1970er Jahre beeinträchtigt war, andererseits die Grabentiefe von einem Meter offenbar nicht reichte, um die Frühgeschichte des Kirchengeländes zu erkunden. Doch wurde eine 6,90 Meter breite Kalkbrenngrube im Straßenbereich vor dem romanischen Kirchturm erfasst. Sie dürfte mit dem Neubau des Kirchenschiffes um 1894 in Zusammenhang stehen.

Im unteren Bereich des Kirchwinkels wurde an mehreren Stellen ein Feldsteinpflaster entdeckt. Dieses muss früher nahezu den gesamten Dorfplatz eingenommen haben. Ältere Kulturschichten sind bei Anlegung des Pflasters abgetragen worden, doch sind darunter noch mittelalterliche Befunde und Funde wie Siedlungsgruben und Fundamente zu erwarten.

Für ein Dorf wie Dungelbeck ist die Fundtiefe überraschend. Der Grund, das Gelände ständig zu erhöhen, mag eine Vernässungstendenz gewesen sein, bedingt durch das von Osten zum Dorf hin abfallende Gelände und den Quellhorizont des heute verrohrten „Dungelbaches“ („Dungerbiki“), der dem Dorf den Namen gegeben hat.

Am Übergang zur Schmedenstedter Straße wurde noch Backsteingewölbe erfasst. Ein ähnlicher Befund wurde im Spätsommer 2010 125 Meter südöstlich unter der Schmedenstedter Straße auf Höhe des „Alten Kruges“ entdeckt. Dieses 1853/54 nach Kartenzeugnissen schon vorhandene Gewölbe diente zweifellos der Ableitung von Oberflächenwasser aus dem erhöhten Gelände östlich des Dorfes. Die Entdeckung zeigt, dass es offenbar ein System solcher Kanalisationsanlagen unter dem Dungelbecker Altdorf gegeben hat.

jti

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