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Frische Spuren im Wald: Lebt hier ein Wolf?

Kreis Peine Frische Spuren im Wald: Lebt hier ein Wolf?

Kreis Peine. Lebt jetzt ein Wolf im Peiner Land? Diese Frage muss wohl ernsthaft gestellt werden. Denn gestern entdeckte Wolfsberater Carl Lauenstein bei Denstorf erneut Spuren, die möglicherweise auf einen Wolf hindeuten.

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Ein Wolf in einem Wildgehege. Möglicherweise lebt zurzeit auch ein wilder Wolf im Peiner Land. Ein gerissenes Reh und frische Spuren bei Denstorf sind erste Belege. Letztlich fehlen aber noch sichere Beweise.

Am Montagmorgen war dort ein trächtiges Reh mit drei Kitzen im Bauch gerissen worden. Die Bissspuren an der Kehle seien schon sehr charakteristisch, sagte Lauenstein.

Bereits Mitte April hatte eine Hundehalterin einen Wolfsangriff auf ihren Husky gemeldet (PAZ berichtete). Der Vorfall hatte sich im Waldstück Odinshain bei Adenstedt ereignet. Sollten die Fälle zusammenhängen, müssen die Peiner davon ausgehen, dass der Wolf zurzeit jedenfalls nicht weiter zieht.

„Das Eintrittssiegel vom Mittwochmorgen ist sehr frisch“, berichtete der ehemalige Kreislandwirt, es habe beachtliche Ausmaße von elf Zentimetern vom Hinterbein bis zu den Krallen und einen Durchmesser von rund acht Zentimetern. „Das müsste schon ein großer Schäferhund gewesen sein“, sagte Lauenstein.

Gewissheit, ob sich in der Gemeinde Vechelde ein Wolf herumtreibt, gebe es erst, wenn Fotos vom Wolf vorliegen oder die DNA-Proben, die er dem gerissenen Reh entnommen hat, eindeutig sind.

„Das kann dauern, aktuell sind noch Proben aus dem Dezember 2014 offen“, sagte Lauenstein bedauernd. Der Landwirt aus Bodenstedt wurde vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) berufen, auf Vorschlag des Landesschafzuchtverbandes und ist mit Lüder Richter aus Vöhrum einer von zwei Wolfsberatern im Peiner Land.

Als Schafzüchter verfolge Lauenstein die Verbreitung des Wolfes sehr interessiert. Er hofft, dass seine Herde von den Hunden ausreichend geschützt ist, sicher kann er aber nicht sein. Wölfe stehen unter strengem Naturschutz, nur wenn einzelne Tiere auffällig werden, sich häufig in Wohnsiedlungen herumtreiben oder gezielt in Ställen auf die Jagd gehen, gibt es Ausnahmegenehmigungen, und die Tiere werden zum Abschuss freigegeben - im Zusammenspiel mehrerer Behörden.

Von Thorsten Pifan

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