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Friedlich: 20 NPD-Anhänger, 180 bei Gegendemo

Peine Friedlich: 20 NPD-Anhänger, 180 bei Gegendemo

Peine. Friedlich und ohne Zwischenfälle sind die Versammlung der NPD mit etwa 20 Anhängern und die Gegendemonstration des Peiner Bündnisses für Toleranz mit gut 180 Teilnehmern am Sonnabend auf dem Peiner Marktplatz verlaufen.

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Die NPD hatte im Vorfeld eine Kundgebung zum Thema „Transatlantisches Freihandelsabkommen“ angemeldet – die Stadt sah keine Möglichkeit, diese zu verhindern.

Als die 20 NPD-Anhänger gegen 10.30 Uhr auf dem Marktplatz ankamen, wurden sie von den Teilnehmern der Gegendemo mit Pfiffen und „Nazis raus“-Rufen empfangen. Über Lautsprecheranlagen übertrugen beide Lager zeitgleich ihre Reden und Musik. Die Polizei hatte Einheiten an allen Zufahrtstraßen postiert. Die Gegendemo war mit Gittern und Flatterband eingegrenzt. Aneinander gerieten die beiden Lager nicht.

Lediglich zum Ende der Versammlung wurde es etwas unübersichtlich, als einzelne Teilnehmer der Gegendemo den NPD-Anhängern auf dem Rückweg zu deren Autos auf dem Parkplatz neben dem Ratsgymnasium folgten und die Polizei dazwischengehen musste.

Das Bündnis für Toleranz hatte um 10 Uhr mit seinem Programm mit lauter Musik und Reden begonnen. Peines Superintendent Dr. Volker Menke sagte: „Wir sind hier, um Nein zu sagen, zu dem braunen Gift, das hier verspritzt wird – das Schrecken und Tod über die Welt gebracht hat.“ Frank Raabe-Lindemann von der IG Metall konstatierte: „Es ist falsch, zu Hause zu bleiben. Wir sind hier, um zu zeigen, dass Peine bunt ist. Mir ist es ein Rätsel wieso diese Partei nicht verboten ist.“

Kurz nach 12 Uhr war die Versammlung der NPD beendet. Die Stadt hatte der Partei anderthalb Stunden für ihre Veranstaltung zugesprochen. Kurze Zeit später löste sich dann auch die Gegendemo mit Teilnehmern von Parteien, Kirchen und Gewerkschaften auf.

Superintendent Menke resümierte: „Ich fand es wichtig, ein Zeichen zu setzen und zu zeigen wie bunt, weltoffen und menschenfreundlich eine Gesellschaft sein kann.“

rd

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