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Freispruch für Angeklagten aus Schwicheldt

Peine Freispruch für Angeklagten aus Schwicheldt

Mit einem Freispruch endete am Dienstag die Verhandlung gegen einen 51-jährigen Mann aus Schwicheldt. Er war nach groß angelegter Razzia in seinen beiden Häusern Anfang 2012 wegen Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und das Waffengesetz angeklagt worden.

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Polizeisprecher Stefan Rinke nach der Razzia in Schwicheldt: Pistolen, Gewehre und zahlreiche Schuss Munition hatte die Polizei vorgefunden.

Quelle: A

Ursprünglich war ein 52-jähriger Mieter des Angeklagten ins Visier der Polizei geraten. Dieser Mieter hatte mit der Waffenansammlung und den Verstößen gegen das Waffengesetz, über die gestern verhandelt wurde, gar nichts zu tun.

Die Begründung für den Freispruch lautete: Auch nach intensiver Zeugenbefragung konnte das Gericht dem Angeklagten den Besitz der Waffen nicht eindeutig nachweisen.

45 Polizisten hatten damals die beiden Häuser in Schwicheldt durchsucht und jede Menge Waffen sichergestellt. Neben vielen gebrauchsunfähigen Dekowaffen hatten die Beamten unter anderem einen belgischen Karabiner von 1914 gefunden, einen Smith & Wesson-Revolver und einen der Marke Enfield sowie 1800 Schuss Munition. Teilweise waren die Waffen laut Gutachten des Bundeskriminalamts gebrauchsfähig und deren Besitz strafbar. Denn einen dafür notwendigen Waffenschein besaß der Angeklagte jedoch nicht mehr.

Der angeklagte Maschinenbauer legte mithilfe seiner beiden Anwälte dar, dass sein Vater Waffen gesammelt habe und er dessen Erbe nach großen Streitigkeiten schnell habe sichern müssen. Deswegen habe er die zahllosen Kisten und Kartons auch etwas durcheinander in seinen Häusern einlagern müssen und kenne deren Inhalt größtenteils gar nicht.

Die an der Hausdurchsuchung beteiligten Polizisten sprachen dagegen von „messieähnlichen Zuständen an der Grenze zur Verwahrlosung“. Denn sämtliche Räume seien mit Kisten und Dingen dicht zugestellt gewesen - bis auf ein kleines, aufgeräumtes Kabinett, in dem sich mehrere Waffen, Soldatenhelme und andere Militaria befunden hatten - und jenes belgische Gewehr, das der Beklagte als sein Eigentum anerkannt hatte. Allerdings habe er diesen Raum 1992 eingerichtet und seitdem nur selten betreten. Zuletzt, um seine Jagdwaffen nach Entzug des Waffenscheins herauszuholen und abzugeben.

An jenes Gewehr habe er schon lange nicht mehr gedacht und sich erst bei der Inaugenscheinnahme vor Gericht wieder daran erinnert worden.

Das Urteil: „Angesichts dieser Verhältnisse: Im Zweifel für den Angeklagten.“

hui

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