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Frau (41) gestand im Revisions-Prozess

Peine Frau (41) gestand im Revisions-Prozess

Hildesheim/Peine. Erfolgreich hatte die jetzt 41 Jahre alte Frau aus Peine Revision gegen das Urteil des Landgerichts Hildesheim beantragt, das sie wegen versuchten Mordes für sechs Jahren hinter Gitter geschickt hatte.

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Archivfoto vom Prozess im Oktober 2013: Das Bild zeigt die Angeklagte im Gerichtssaal neben ihrem Verteidiger.

Jetzt hat der Prozess noch einmal begonnen: Im Juni 2013 hatte sie auf offener Straße Schüsse auf ein mit ihrem ehemaligen Fahrlehrer und zwei Fahrschülern besetztes Auto abgegeben und es drei Mal getroffen - die Insassen blieben unverletzt (PAZ berichtete). Der Bundesgerichtshof hatte an dem Urteil bemängelt, dass die zum Tatbestand des versuchten Mordes erforderliche Heimtücke nicht gegeben gewesen sei.

Zu Beginn der Revisionsverhandlung vor der 16. großen Strafkammer ließ die Beschuldigte von ihrem Verteidiger eine Erklärung verlesen. Darin räumt sie ein, gezielt auf den inzwischen 43 Jahre alten Fahrlehrer geschossen zu haben.

Im vorangegangenen Prozess hatte sie behauptet, nur auf die Reifen gezielt zu haben, was aber widerlegt wurde. Die Behauptung der Angeklagten, der Mann habe sie verführt, wurde ebenfalls widerlegt. Auch diese Angabe zog sie jetzt zurück und erklärte, dass es nie zu einer intimen Handlung jedweder Art gekommen sei.

Die Frau wollte damals den Fahrlehrer an dessen Garage zur Rede stellen. Doch der Mann wollte jeglichen Kontakt vermeiden und setzte sich neben seine wartende Fahrschülerin auf den Beifahrersitz. Da richtete die Frau eine kleine Pistole auf ihn und drückte ab. Der Tatsache, dass sich keine Patrone im Lauf befand, verdankt der Fahrlehrer wohl sein Leben.

„Ich dachte, das sei eine Spielzeugpistole“, lautete die einmütige Aussage der beiden Fahrschüler (17 und 19). Der Fahrlehrer leidet noch heute unter Angstzuständen. Er hatte sich der Avancen kaum erwehren können, wie das Verlesen eines stundenlangen SMS-Dialogs bewies, von denen es viele gab. Die Frage des Staatsanwalts, warum er sich nicht gleich an den Mann der Beschuldigten gewendet habe, begründete der Fahrlehrer mit der berechtigten Sorge, dass er ja nicht wüsste, was die Frau ihrem Mann dann erzählt hätte.

Beim zweiten Verhandlungstermin am Montag, 17. November, soll das psychiatrische Gutachten gehört und die Plädoyers gehalten werden.

hui

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