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Fracking: SPD und Grüne wehren sich gegen CDU-Kritik

Streitthema im Rat Fracking: SPD und Grüne wehren sich gegen CDU-Kritik

Zum PAZ-Artikel „Peiner CDU kritisiert SPD und Grüne wegen Fracking-Resolution scharf“ meldet sich die Ratsmehrheit aus Sozialdemokraten und Grünen zu Wort und wehrt sich.

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In den USA ist Fracking erlaubt. Peiner SPD und Grüne wehren sich gegen diese Gas- und Ölgewinnungsmethode.

Quelle: Foto: Archiv

Peine. Der Anlass für den rot-grünen Antrag sei die Etablierung eines sogenannten „Erlaubnisfeldes zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen“ mit der Bezeichnung „Borsum“ durch das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) im Frühjahr gewesen.

Zur Erklärung: Mit Fracking ist es möglich, Gas- und Ölvorkommen zu fördern, die in Gesteinsschichten gebunden sind. Ein Gemisch aus etwa 94,5 Prozent Wasser, fünf Prozent Sand und etwa 0,5 Prozent chemischer Zusätze wird dabei unter hohem Druck in die Gesteinsschicht gepresst. Dadurch wird das Gestein aufgebrochen.

Bei der Einbringung des Fracking-Antrags im Peiner Rat habe Dr. Rainer Döring (FDP) „Nichtbefassung“ beantragt, und weite Teile der CDU seien diesem Vorschlag gefolgt. SPD-Fraktionsvorsitzender Dietmar Meyer sagt: „Einfache Schlussfolgerung daraus: Man wollte eine Diskussion zu diesem Thema verhindern.“

Elke Kentner (Grüne) erinnert sich: „Im August war Klaus Söntgerath vom LBEG zu Gast im Planungsausschuss. Herr Söntgerath hat versichert, dass bis jetzt keine Anträge auf Fracking für das Gebiet der Stadt Peine vorliegen. Und er hat als seine persönliche Einschätzung formuliert, dass er Fracking in den Lagerstätten in Peine nicht für wahrscheinlich hält.“ Auf konkrete Nachfrage habe er allerdings auch eingeräumt, dass sich diese Einschätzung auf die aktuelle wirtschaftliche und weltpolitische Lage beziehe. „Und wie wir alle wissen, kann sich diese schnell ändern. Zum konkreten Anlass des Antrags, zum Erlaubnisfeld ,Borsum‘ hat er übrigens gar keine Informationen gegeben. Das sei geheim“. so Kentner.

Zur aktuellen Situation meint Dietmar Meyer: „Wir halten es nach wie vor für sinnvoll, dass sich der Rat der Stadt Peine gegen Fracking ausspricht und die Korbacher Erklärung mitträgt. Dieser Meinung waren in der letzten Ratssitzung ja nicht nur SPD und Grüne. Auch Vertreter der Linken, der Piraten und der Peiner Bürgergemeinschaft haben zugestimmt.“

Sein Stellvertreter Holger Hahn ergänzt: „Viele unserer Nachbarkommunen haben sich bereits mehrheitlich gegen Fracking positioniert, auch unter Zustimmung der CDU. Wirklich schade, dass die Peiner CDU immer noch nicht gemerkt hat, dass der Wahlkampf vorbei ist. Wir würden uns freuen, wenn sie zu sachlicher Arbeit zurückfinden würde.“

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