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Forum: Staatsminister bei Kolping-Festakt

Peine Forum: Staatsminister bei Kolping-Festakt

Peine. Hoher Besuch gestern im Forum: Der Staatsminister im Bundeskanzleramt, Eckart von Klaeden (CDU), ließ es sich nicht nehmen, vor genau 159 Gästen die Festrede zum 100-jährigen Bestehen der Peiner Kolpingsfamilie zu halten. „Kolping - eine Geschichte mit Zukunft“: Das Motto für das Jubiläumsjahr verdeutliche, „auch im 21. Jahrhundert sind das Kolpingwerk und die Kolpingfamilien keine Sache von gestern“.

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100 Jahre Peiner Kolpingsfamilie: Der Vorsitzende Ludwig Wojtysiak zählte genau 159 Gäste im Peiner Forum.

Quelle: cb

Der Staatsminister sprach zum Thema „Der Sozialstaat zwischen Schuldenbremse und demografischer Entwicklung“. Der katholische Sozialreformer Kolping habe maßgeblich zum Aufbau des Sozialstaates in Deutschland beigetragen, sagte von Klaeden. Der Staat solle die Existenzgrundlagen seiner Bürger sichern und für den Ausgleich zwischen Schwachen und Starken sorgen. Sozialstaat sichern bedeute aber auch, sich fortzuentwickeln und an die ändernden Gegebenheiten anzupassen.

In seiner Rede ging von Klaeden auf zwei Herausforderungen ein: Die demografische Entwicklung und die Finanzierbarkeit des Sozialstaats. Hier legte er die Prinzipien christlicher Soziallehren zugrunde „Solidarität und Subsidiarität“. Letzteres steht für ein gesellschaftliches Prinzip, das auf Selbstbestimmung, Selbstverantwortung und Entfaltung individueller Fähigkeiten abstellt.

Der Staatsminister nannte das Renten- und Gesundheitssystem, die Pflegeversicherung, Familien- und Arbeitsmarktpolitik, Sicherung von Fachkräften, regionale Wirtschaftsförderung und Handwerk. Die demografischen Herausforderungen könne niemand alleine lösen. „Ganz wichtig ist es deshalb, dass wir uns gemeinsam und solidarisch diesen Veränderungen stellen“, appellierte von Klaeden.

Es gehe um langfristig tragbare Lösungen und nachhaltiges Wirtschaften. Schuldenbremse und Haushalts-Konsolidierung würden Raum für neues Wachstum auch in Europa schaffen.

Der Vorsitzende der Peiner Kolpingsfamilie Ludwig Wojtysiak bedankte sich mit einem Buchpräsent und dem Peiner Uhlinchen. Es gelte weiterhin Tradition zu wahren und neue Zeichen zu setzen, sagt er und schloss mit dem Kolping-Zitat: „Die Nöte der Zeit werden euch lehren, was zu tun ist.“

jti

INFO

100 Jahre Peiner Kolpingsfamilie

Am 16. April 1913 wurde von Pfarrer Johannes Reinhard der Katholische Gesellenverein gegründet, aus dem später die Kolpingsfamilie hervorging. Reinhard wirkte von 1900 bis 1915 in Peine. Es ist nicht viel von ihm überliefert, aber er war ein sozial engagierter Mann. Im Juni 1913 zählte der Verein schon 38 aktive Mitglieder. Zum 1. Juli 1933 wurde von der Regierung die Auflösung der konfessionellen Vereine verfügt. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 übten die Nationalsozialisten ihre Macht noch härter aus als zuvor. Nach Ende des Krieges im Jahre 1945 erlebte die Kolpingsfamilie Peine einen neuen Aufschwung. Der Kolpingsfamilie Peine gehören heute 124 Mitglieder an. Im Vordergrund der Verbandsarbeit steht unter anderem die zeitgemäße Weiterbildung – sowohl mit christlichen als auch mit allgemeinbildenden Themen und der Auseinandersetzung im politischen Bereich.

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