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Forum: Janovicz berichtete von ihren Reisen

Peine Forum: Janovicz berichtete von ihren Reisen

Peine. Damals, als man Großmüttern noch zuhörte, wenn sie aus ihrem Leben erzählten, versammelte man sich andächtig zu ihren Füßen. Am Freitag flackerte dieser längst vergessene Brauch im Peiner Forum wieder auf.

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Anna Margret Janovicz berichtete von ihren Reisen: Zahlreiche Besucher waren zu der Veranstaltung im Peiner Forum gekommen.

Quelle: Isabell Massel

Anna Margret Janovicz, Wohltäterin der Stadt und Enkelin des Geheimen Kommerzienrates Gerhard-Lucas Meyer, blickte anlässlich ihres 99. Geburtstages vom Bühnenrand sowohl auf ihre Ahnen mütterlicherseits als auch ihre Reisen zurück - im Rahmen des alljährlich von der Gerhard-Lucas-Meyer-Stiftung zu Ehren ihres Großvaters veranstalteten Festkonzertes.

Jener hätte sicher dafür Verständnis gehabt, dass es diesmal weniger um ihn, als um das Wiegefest seiner hochbetagten Enkelin ging, die sich im Verlauf der gut zweieinhalbstündigen Veranstaltung immer wieder auch als eigentliche Regisseurin des Abends entpuppte.

Forsch unterbrach sie den moderierenden Stiftungs-Geschäftsführer Christian Axmann oder ließ sich vom Ersten Stadtrat Hans-Jürgen Tarrey den Geburtstags-Blumenstrauß der Stadt nicht nur überreichen, sondern forderte „Lassen Sie mich mal riechen!“

Vom Bühnenrand aus plauderte sie aus der Familien-Chronik: rhetorisch druckreif, humorvoll bis flapsig und mit erstaunlich fester Stimme. Im Bühnenhintergrund warteten wie bei einem Kaffeekränzchen ohne Kaffee die Mitwirkenden des Abends, um ihrerseits die Jubilarin sprachlich mit Vorlese-Beiträgen aus ihren Reiseaufzeichnungen, zu entlasten: Janoviczs Nichte Tina Molin, Kreismuseum-Chefin Dr. Ulrika Evers und Adolf Stöhr.

Zwischen den Buchdeckeln geht es etwa um einen Schlafwagenzug in Indien, Wolkenbrüche im argentinischen Urwald, Übernachtungen bei Indianern und Modenschauen auf dem Weltreise-Luxus-Liner. Und weil, wie E.T.A. Hoffman notierte, Musik da beginne, wo Worte enden, hatte man für die Sprechpausen den 17-jährigen Pianisten Jun-Ho Gabriel Yeo engagiert, hochtalentierter „Jugend musiziert“-Dauer-Bundessieger, Frühstudium-Absolvent der Musikhochschule Hannover und ambitionierter Preisträger diverser Wettbewerbe.

Wie Windhunde rattern seine Finger in Höchstgeschwindigkeit über die Klaviatur: Chopins „Ballade Nr. 3“ beispielsweise oder die gesamte „Wanderer-Fantasie“ von Schubert, handwerklich solide, aber noch hygienisch rein vorgetragen - denn das Wichtigste der Musik steht, wie schon Gustav Mahler mahnte, eben nicht in den Noten.

Das Wichtigste aus den Janovicz’schen Reisen steht in „Ich wollt’ mal sehen, ob die Erde wirklich rund ist“ und ist für 12,80 Euro zu haben.

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