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Flüchtlingswelle: Kessler sprach Klartext

Peine Flüchtlingswelle: Kessler sprach Klartext

Peine. Mit Sorge sehen viele Peiner Bürger die Flüchtlingswelle. Daher ging Bürgermeister Michael Kessler (SPD) in der gestrigen Ratssitzung detailliert auf die aktuelle Situation in der Fuhsestadt ein. Bis Ende des Monats werden hier 660 Asylbewerber leben.

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Junge Flüchtlinge, die in der Halle F des Peiner Unternehmensparks an der Woltorfer Straße leben. Dolmetscher Mohamad Hammuda und Maik Düsterhöf von der Stadt Peine (v.l.) helfen den jungen Männern vor Ort.

Kessler sagte: „Mir ist natürlich bewusst, dass die Menschen in unserer Stadt zur Flüchtlingsfrage unterschiedliche Haltungen und Ansichten haben. Die Palette reicht von großzügiger Unterstützung bis hin zu Ängsten vor einer Überfremdung. Und ich will auch nicht verhehlen, dass die Ängste zunehmen, weil man aus der großen Politik kein Signal erhält, wie der Flüchtlingsstrom eingedämmt werden kann.“

Peine sei aber nicht verantwortlich für die große Politik, sondern müsse sich um die Flüchtlinge kümmern - um die Unterbringung und die Betreuung. Das müsse man gut vorbereiten - auch im Hinblick darauf, dass man in 2016 ebenfalls eine hohe Zahl von Flüchtlingen bekommen werde. Nach der Zuweisung trage die Stadt in erster Linie Sorge dafür, „dass wir den Flüchtlingen - darunter auch schwangere Frauen - eine warme Unterkunft, ordentliche Hygienebedingungen, eine Kochgelegenheit und Aufenthaltsmöglichkeiten bieten“.

Neben ärztlichen Behandlungsräumen habe man in den Unternehmensparks an der Woltorfer Straße Aufenthaltsräume geschaffen und auch einen Gebetsraum, da ein beachtlicher Teil der Flüchtlinge Moslems seien. Um die Einrichtung würden sich die Peiner Moscheen kümmern.

Nach einer Eingewöhnungszeit, in der man verstärkt auf die hier üblichen Gewohnheiten hinweise, könnten vorsichtig erste Integrationsschritte angedacht werden. Um diese zu beschleunigen, habe Stadtrat Friedhelm Seffer sofort Sprachkurse angesetzt, die bereits laufen. Diese sollen erste Grundkenntnisse der deutschen Sprache vermitteln.

„Wir dürfen nicht erneut den Fehler wie vor 40 Jahren machen als wir die Arbeitskräfte aus der Türkei riefen und sie dann in einer Parallelgesellschaft in der Südstadt ihrem Schicksal überließen, ohne die klare Forderung, unsere Sprache lernen zu müssen“, betonte Kessler.

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