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Flüchtlingsrat greift Stadt wegen Flüchtlingsheim an

Peine Flüchtlingsrat greift Stadt wegen Flüchtlingsheim an

Peine. Heftige Kritik gibt es vom niedersächsischen Flüchtlingsrat an der Stadt Peine wegen der "desolaten Zustände" in der Flüchtlings-Gemeinschaftsunterkunft am Lehmkuhlenweg. Bürgermeister Michael Kessler (SPD) weist alle Vorwürfe zurück und will sich heute selbst ein Bild vor Ort machen.

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Herrschen hier desolate Zustände? Das Peiner Asylbewerberheim am Lehmkuhlenweg.

Quelle: cb

Laut Kai Weber vom Flüchtlingsrat haben sich 37 Flüchtlinge, die in Peine leben, an ihn gewandt und schriftlich um Unterstützung gebeten. Hauptbeschwerdeführer der Flüchtlinge sind Jean C. und Doumbia B., die unter anderem folgende Punkte kritisieren:

- dass Stadtbedienstete ohne Anzuklopfen die Zimmer von Flüchtlingen aufsuchen würden, egal, ob sich jemand in dem Raum aufhalte oder nicht. Es fehle an Privatsphäre,

- dass Stadtbedienstete willkürliche und rechtswidrige Sanktionen gegen Flüchtlinge ergreifen würden, die sich Anordnungen widersetzten. In einem Fall sei beispielsweise einfach der Strom abgeschaltet worden, während sich die Person rasierte,

- dass für 70 Flüchtlinge nur zwei Waschmaschinen zur Verfügung stünden, die nur zu bestimmten Zeiten benutzt werden dürften,

- dass Reparaturen oft erst spät oder gar nicht vorgenommen würden,

- dass Briefe an Bewohner nur zwischen 8 und 10 Uhr abgeholt werden könnten.

Und die beiden Beschwerdeführer hätten nach ihrer Kritik vom Flüchtlingshaus am Lehmkuhlenweg 31 ins Gebäude 29 wechseln müssen. Dort gebe es zahlreiche Missstände, wie etwa eine Küche, „die sich in einem ekelerregenden Verwahrlosungs-Zustand befindet“. Eine Benutzung für die Zubereitung von Speisen sei nicht zumutbar. Und es gebe kaputte Elektroanschlüsse sowie eine zerstörte TV-Anschlussdose.

Auch nach der Intervention des Flüchtlingsrates wurden laut Kai Weber „bis jetzt keine Verbesserungen durchgeführt“. Peines Stadtrat Friedhelm Seffer habe ihm nur erklärt, die Kritik orientiere sich „dann doch mehr an Dichtung als an der Wahrheit“.

Kai Weber wundert sich über diese Zustände, „da die Stadt Peine ja eigentlich für gute Integrations-Politik steht“. Es sei daher umso bedauerlicher, dass dies scheinbar nicht für das Asylbewerberheim gelte.

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