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Flüchtlingshelfer bitten um Rücksicht an Silvester

Feuerwerk Flüchtlingshelfer bitten um Rücksicht an Silvester

Peine. Flüchtlingshelfer in Niedersachsen haben dazu aufgerufen, in der unmittelbaren Nähe von Asylbewerberunterkünften auf laute Silvesterknallerei zu verzichten. Böller könnten Kriegsängste wecken, hieß es.

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Asylbewerberunterkünfte am Stadtrand von Peine.

In der Stadt Peine gibt es aber kein allgemeines Verbot für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in der Nähe von Flüchtlingsunterkünften.

Die Flüchtlinge in den städtischen Unterkünften seien allerdings vorab über das Silvester-Brauchtum informiert worden, erklärte die Sprecherin der Stadt Peine, Petra Neumann, gestern auf PAZ-Anfrage. Die Polizei habe entsprechende Aushänge in deutscher, französischer, englischer und arabischer Sprache zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus sei das Thema „Feuerwerk“ im Rahmen von Deutschkursen aufgegriffen worden. „Die Bewohner der Hallen und Unterkünften wurden zusätzlich aufgesucht und über den Umgang, die Regeln und Vorschriften für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern informiert“, erklärt Neumann. Die bei unsachgemäßem Gebrauch bestehenden Gefahren seien ebenfalls kommuniziert worden. Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in den Hallen und Unterkünften sei natürlich strengstens untersagt.

Viele Städte und Gemeinden in Niedersachsen verbieten in bestimmten Bereichen seit Jahren Feuerwerk, um historisches Fachwerk, Reetdächer oder die Tierwelt zu schützen. In der Umgebung von Kirchen, Krankenhäusern und Altenheimen ist Feuerwerk ohnehin gesetzlich verboten.

In der Stadt Peine ist wegen der möglichen Brandgefahren bei Fachwerkhäusern bei per Hand geworfenen, pyrotechnischen Gegenständen ein Sicherheitsabstand von 30 Metern einzuhalten. Bei hochsteigenden Feuerwerksraketen beträgt der Mindestabstand sogar 100 Meter. So dürfen in den Straßenzügen Damm, Kniepenburg, Schlossstraße, Rosenthaler Straße, Marktplatz und Rosenhagen keine oder nur per Hand geworfene pyrotechnische Gegenstände gezündet werden. Sollte es - selbst bei Einhaltung der vorgeschriebenen Mindestabstände - zu Bränden kommen, so ist derjenige verantwortlich, der den Feuerwerkskörper gezündet hat.

Der Peiner Psychotherapeut Naiel Arafat, der auch Traumapatienten betreut, hält ein generelles Verbot von Feuerwerk an Silvester für überzogen. Freiwillig zu verzichten sei natürlich in Ordnung. Der richtige Weg sei aber, mit den Flüchtlingen zu sprechen, so wie es die Stadt bereits getan habe.

Nicht vergessen werden dürften dabei ältere Menschen, die etwa den Zweiten Weltkrieg miterlebt und ihre Traumata nie überwunden haben. „Ich kenne einige Senioren, die mit Silvester wegen der Böllerei bis heute ernsthafte Probleme haben“, sagt Arafat.

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