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Flüchtlinge sollen Chance im Handwerk erhalten

Kreis Peine Flüchtlinge sollen Chance im Handwerk erhalten

Kreis Peine. Ordentliches Handwerk statt Hilfsarbeit: Flüchtlinge im Kreis Peine sollen eine gute Chance im Handwerk erhalten - und dabei nicht nur als Handlanger eingesetzt werden. Das fordert die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau).

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Für Flüchtlinge bieten sich laut IG Bau viele Chancen und Aufstiegsmöglichkeiten im Handwerk.

Quelle: IG Bau

Die Gewerkschaft ruft die heimische Politik und Wirtschaft auf, alles zu tun, um Zuwanderer leichter in die Berufsausbildung im Handwerk zu integrieren. Hierfür sei nicht nur der Abbau bürokratischer Hürden notwendig, sondern auch Überzeugungsarbeit unter den Flüchtlingen selbst.

„Viele Menschen, die nach einer langen Flucht jetzt im Kreis Peine leben, sind darauf angewiesen, ihre Familien in der Heimat finanziell zu unterstützen. Sie nehmen dabei aber oft schlecht bezahlte Jobs und Hilfstätigkeiten in Kauf“, sagt Rohland Bartels von der IG Bau Nord-Ost-Niedersachsen. Dagegen böten solide Berufe im Handwerk eine viel bessere Perspektive - und viel höhere Löhne. Es sei daher wichtig, die Flüchtlinge über die Vorteile der dualen Ausbildung zu informieren, so der IG-Bau-Bezirksvorsitzende. Ein Großteil von ihnen sei genau im richtigen Alter, um eine Lehre zu beginnen.

„Die Chancen sind enorm - für die, die zu uns kommen, aber auch für die Wirtschaft im Kreis Peine“, ist sich Bartels sicher. Und auf dem heimischen Ausbildungsmarkt gebe es „noch deutlich Luft nach oben“. So seien nach Angaben der Arbeitsagentur selbst nach Ablauf des letzten Ausbildungsjahrs im Kreis Peine noch Lehrstellen unbesetzt - viele davon im Handwerk. „Um hier einer Nachwuchskrise vorzubeugen, ist das Handwerk gut beraten, die Zuwanderer als Chance zu begreifen“, betont der Gewerkschafter.

Für die Flüchtlinge lohne sich zum Beispiel eine Ausbildung als Maurer auf dem Bau, im Maler-Handwerk oder in der Gebäudereinigung dabei mindestens genauso wie für die Betriebe, sagt Bartels. Während etwa ein gelernter Straßenbauer 18,64 Euro in der Stunde bekomme, seien es beim ungelernten Helfer nur 11,15 Euro. Und schon ein Bau-Azubi komme im Schnitt auf 1057 Euro im Monat.

Die Politik müsse dafür sorgen, dass Flüchtlinge schneller eine Ausbildung beginnen und unkompliziert Deutsch lernen können. Bartels: „Es kann nicht sein, dass Menschen im besten Alter viele Monate untätig in einer Sammelunterkunft zubringen müssen, während das Handwerk tolle Chancen bietet.“

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