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Flüchtlinge arbeiten in der EDV-Werkstatt

Peine Flüchtlinge arbeiten in der EDV-Werkstatt

Kreis Peine. Die ersten Flüchtlinge haben jetzt eine Arbeitsgelegenheit bei der Berufsbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft des Landkreises Peine bekommen.

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Abdul Jamal (l.) und Mohammad Rabih in der EdV-Werkstatt der BBg auf dem ehemaligen Elmeg-Gelände.

Quelle: Thorsten Pifan

Abdullkadir Khalif Jamal (29) aus Somalia und Mohammad Rabih (40) aus dem syrischen Homs arbeiten in der EDV-Werkstatt, während sie ihren Deutschkurs absolvieren.

Vermittelt wurden die Männer über das kreiseigene Jobcenter. „Sehr erfreut sind wir über die hohe Motivation, die sie mitbringen“, sagt Anleiterin Ulrike Sturm. Beide Flüchtlinge haben eine Aufenthaltserlaubnis bis 2018 in Deutschland und stehen damit dem hiesigen Arbeitsmarkt zur Verfügung. Das BBg-Team auf dem ehemaligen Elmeg-Gelände geht davon aus, dass in Kürze weitere Flüchtlinge dort eine Arbeit aufnehmen.

Jamal kam vor zwei Jahren aus Somalia nach Deutschland. Der 29-Jährige arbeitete in seiner Heimat nach dem Studium einige Monate als Lehrer, doch schnell kam er mit den Machthabern in seiner Region in Konflikte. Nachdem sein Vater von den regionalen Machthabern ermordet worden war und Jamal Soldat werden sollte, statt zu lehren, flüchtete er.

„Hier habe ich mich sehr darum bemüht, mit Hilfe des Internets Deutsch zu lernen“, sagte er in dieser Sprache und bewies damit, dass das Bestreben Erfolg brachte. Auch arabisch spricht der Somalier und dolmetscht später das Gespräch mit seinem Kollegen Rabih, der erst im April mit seiner Familie, der Frau und den beiden Kindern in Deutschland angekommen ist.

Rabih flüchtete vor zwei Jahren aus Syrien in den Libanon. Dort stellte er in der deutschen Botschaft einen Asylantrag, der positiv beschieden worden ist. Mit Hilfe der UN kam die Familie dann nach Peine. In seiner Heimat arbeitete der 40-Jährige als Rechtsanwaltsgehilfe, war mit Vertragsrecht und Erbschaftsangelegenheiten betraut.

„Schon immer habe ich mich für Computer interessiert, Hardware und Software“, erzählte Rabih. Sein Bruder sei in der Branche tätig, ihn habe er in der Heimat unterstützt. So käme ihm die Aufgabe bei der BBg recht.

Jamal will auf die Erkenntnisse dort aufbauen. Sein Ziel ist es, KfZ-Mechatroniker zu lernen. Rabih will etwas mit Computern machen. „Am schönsten wäre es, eine Tätigkeit zu ergreifen, bei der ich den Menschen in Peine etwas zurück geben könnte, weil sie mir und meiner Familie geholfen und uns aufgenommen haben“, sagte er.

Von Thorsten Pifan

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