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Flüchtlinge: Gebläsehalle wird Erstaufnahmestelle

Ilsede Flüchtlinge: Gebläsehalle wird Erstaufnahmestelle

Kreis Peine. Das ist ein Paukenschlag: Die Ilseder Gebläsehalle wird als neue Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge eingerichtet. Bereits am heutigen Freitag werden im Kreis Peine die ersten 100 Menschen erwartet, bis kommenden Donnerstag sollen es 300 Flüchtlinge werden.

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Alle Veranstaltungen in der Gebläsehalle sind bis Jahresende abgesagt. „Wir haben einen Krisenstab einberufen, der die Unterbringung und Versorgung koordiniert“, sagte Landrat Franz Einhaus (SPD) gestern Abend.

Klare Worte fand der Landrat auch für den künftigen Umgang mit Flüchtlingen. „Wenn wir den Kraftakt bewältigt haben, die Menschen in Ilsede unterzubringen, müssen wir uns offensiv mit der Rückführung beschäftigen“, sagte er und wurde sehr deutlich: „Der Kreis will stärker als bisher Menschen abschieben, deren Leib und Leben nicht bedroht ist. „Dabei werden wir Erwachsene ohne Kinder, Alleinreisende und jene in den Fokus rücken, die erst in diesem Jahr hier angekommen sind.“

Zunächst aber müsse die aktuelle Situation bewältigt werden. Eine Vorwarnung, dass Peine Erstaufnahmestelle werden könnte, hatte Landrat Franz Einhaus bereits früher erhalten. „Wir hatten daher schon länger Planungen eingeleitet“, sagte er.

Dabei habe der Landkreis mit ASB, DRK, THW und Feuerwehren ein Szenario durchgespielt, 250 bis 300 Flüchtlinge für etwa zwei Monate zu versorgen. „Das hat gut geklappt“, sagte Dirk Hornemann, Ordnungsamtsleiter des Landkreises.

Der Landrat überlegt aber, die Gebläsehalle länger zu nutzen: „Im Gegenzug müssen wir mit dem Land verhandeln, dass wir dann weniger Flüchtlinge zugewiesen bekommen, wenn sie die Erstaufnahme durchlaufen haben.“ Das könnte die Stadt und die Gemeinden entlasten.

Gleichzeitig müsse der Landkreis Peine prüfen, welche Alternativen es für die Unterbringung noch gibt. Einhaus sagte: „Klar ist, dass wir den Schulbetrieb nicht einschränken wollen.“ Horneman ergänzte, dass kreisweit Immobilien und Liegenschaften auf eine mögliche Unterbringung geprüft werden.

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