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Fitesa-Werk mit neuer Produktionslinie

Peine: Zweistelligen Millionenbetrag investiert Fitesa-Werk mit neuer Produktionslinie

Einen hohen zweistelligen Millionenbetrag hat der Vliesstoff-Hersteller Fitesa jetzt für eine neue Produktionslinie im Peiner Werk investiert. Dadurch könne die Produktivität in den kommenden Monaten nahezu verdreifacht werden.

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Von links: Deborah Wolf, Henning Waßman und Christopher Siegel in der neuen Produktionshalle.

Peine.  Wer eine Windel im Supermarkt kauft, kommt an Fitesa kaum vorbei: Das Peiner Werk liefert Roh-Vlies auf Rollen an die großen Hersteller von Hygieneartikeln wie Baby- und Erwachsenenwindeln sowie von Damenbinden. Bekannte Marken sind dabei unter anderem Pampers und Huggies.

Fitesa-Chef Henning Waßmann vor dem Arbeitssicherheit-Schild seiner Firma

Fitesa-Chef Henning Waßmann vor dem Arbeitssicherheit-Schild seiner Firma.

Quelle: Michaela Gebauer

Die Peiner Produktionsstätte beliefert größtenteils den europäischen Markt. „Der Lieferradius liegt bei etwa 500 Kilometern rund ums Werk“, erzählt der Fitesa-Geschäftsführer Henning Waßmann, während er die PAZ durch die neue Halle führt. Verarbeitet wird dort ausschließlich der Rohstoff Polypropylen (Kunststoff), der in kleinen Kügelchen (Pellets) angeliefert und zunächst in Silos gelagert wird. „Von dort aus läuft das Material über Rohrleitungen in einen sogenannten Extruder, wo der Rohstoff dann bei mehr als 200 Grad zu einer homogenen Masse aufgeschmolzen wird“, sagt Waßmann.

Anschließend wird der Rohstoff durch eine Spinnplatte gepresst, um feine Fasern herzustellen, die im Anschluss im teigigen Zustand auf einem Siebband abgelegt und über zwei gegenläufige Walzen miteinander verprägt werden. Dadurch erhält das Material die notwendige Festigkeit. Dann wird der Vliesstoff auf 5,50 Meter breite Mutterrollen aufgewickelt. Je nach Kundenanforderung werden die Rollen in schmalere Teile geschnitten, verpackt, ausgezeichnet und ins Lager für den Versand bereitgestellt. „Produziert werden je nach Kundenanforderung sowohl wasserdurchlässige als auch wasserundurchlässige Vliese“, erklärt Waßmann.

Eine geschnittene Vlies-Rolle

Eine geschnittene Vlies-Rolle.

Quelle: Michaela Gebauer

Die Produktionslinie läuft vollautomatisch, 365 Tage im Jahr im Vier-Schicht-System. Jede Schicht ist mit sechs Mitarbeitern besetzt – hauptsächlich Elektriker und Schlosser. „Das Anlernen neuer Mitarbeiter ist sehr zeitintensiv, da der Produktionsprozess sehr anspruchsvoll ist, weshalb wir für die neue Produktionslinie ausschließlich ausgelernte Arbeitskräfte einstellen“, sagt Waßmann.

Mit der neuen Linie wurden 35 neue Mitarbeiter eingestellt, der Großteil wurde vor Anlauf der neuen Linie den Schwesterwerken in Italien oder Schweden angelernt. „Insgesamt arbeiten im Peiner Werk knapp 120 Mitarbeiter auf über 30 000 Quadratmetern Betriebsfläche“, erklärt der Geschäftsführer abschließend.

Das Fitesa-Werk in Peine

Das Fitesa-Werk in Peine.

Quelle: Michaela Gebauer

Von Michaela Gebauer

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