Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Fitesa: 20 Millionen Euro für neue Produktionslinie

Peine Fitesa: 20 Millionen Euro für neue Produktionslinie

Peine. Gute Nachricht für den Wirtschaftsstandort Peine: Der Vlies-Hersteller Fitesa investiert am Standort Woltorfer Straße 20 Millionen Euro in eine neue Produktionslinie. Laut Geschäftsführer Henning Waßmann soll die Produktionsmenge auf mehr als 20.000 Tonnen jährlich ausgebaut und damit verdoppelt werden.

Voriger Artikel
Die Arbeitslosigkeit ist im November gesunken
Nächster Artikel
Flüchtlinge in Gebläsehalle kosten 500 000 Euro

Vlies-Produktion an der Woltorfer Straße: Hier werden Rollen zerteilt, gestapelt und für den Versand vorbereitet.

Quelle: mic (2)

Parallel sollen 30 neue Mitarbeiter eingestellt werden, bisher sind bei Fitesa (ehemals Corovin) 95 Angestellte tätig.

Wer eine Windel im Supermarkt kauft, kommt an Fitesa kaum vorbei: Das Peiner Werk liefert unter anderem das Roh-Vlies auf Rollen an die drei großen Hersteller Procter & Gamble („Pampers“), Kimberly-Clark und SCA. Rund 90 Prozent seines Umsatzes macht Fitesa mit Hygieneartikeln wie Baby-Windeln und Damenbinden, der Rest entfällt auf Filtersysteme und Einmalbekleidung für Krankenhäuser.

„Wir stellen Vlies in den unterschiedlichsten Stärken her, die Spanne reicht von acht bis 80 Gramm pro Quadratmeter“, erklärt Waßmann. Die jährliche Produktionskapazität liegt bei rund 1200 Quadratkilometern. Damit könnte man den Landkreis Peine gut zwei Mal einwickeln. Produziert wird größtenteils für den europäischen Markt, wobei die Reichweite bei zirka 400 Kilometer rund um Peine liegt.

Für die Erweiterung der Fabrik soll eine neue Halle mit einer rund 150 Meter langen Produktionslinie gebaut werden. Räumlich ist das kein Problem, denn das Grundstück an der Woltorfer Straße umfasst eine Gesamtfläche von etwa 65.000 Quadratmeter. Der Neubau der mehrere tausend Quadratmeter großen Halle soll bereits im Frühjahr beginnen.

Der Standort in Peine wurde 1969 gegründet, stellt seit Anfang der 1970er-Jahre zuerst Kunstleder sowie später Vliesstoffe her und gehört in Deutschland zu den Pionieren der Branche. An der Woltorfer Straße gibt es auch eine Versuchslinie, die für den gesamten Konzern betrieben wird - und den Peinern durch die räumliche Nähe deutliche Vorteile bringt.

Die Fitesa-Gruppe mit Produktionsstandorten in Nord- und Südamerika, Europa und Asien sowie einer Jahreskapazität von 230 000 Tonnen gehört zu den weltweit führenden Vliesstoff-Herstellern.

Fitesa ist ein Unternehmen des brasilianischen Konzerns Evora, der seinen Sitz in Porto Alegre hat.

mic/tk

PAZ-INFO: Fitesa stellt 30 Mitarbeiter ein

Fitesa will in Peine zur Erweiterung der Produktion 30 neue Mitarbeiter einstellen. Gesucht werden in erster Linie erfahrene Elektriker und Schlosser. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit im Peiner Fitesa-Werk liegt bei 20 Jahren, das Durchschnittsalter der Belegschaft bei über 50 Jahren. Geschäftsführer Henning Waßmann sagt: „Wir bilden permanent aus, aber in der Branche ist es schwierig, qualifizierte Leute zu bekommen.“

So wird bei Fitesa Vlies hergestellt:

Das Peiner Fitesa-Werk stellt Vlies zur Weiterverarbeitung in unterschiedlichen Breiten und Stärken (acht bis 80 Gramm pro Quadratmeter) her. Verarbeitet wird ausschließlich der Rohstoff Polypropylen (Kunststoff). Dieser wird in Form von Pellets angeliefert und zunächst in großen Silos gelagert. Von dort aus läuft das Material durch einen Extruder, eine Art Schredder. Auf 200 Grad heißen Metallplatten wird der Rohstoff dann zu einer homogenen Masse geschmolzen. Diese wird durch eine Kabine angesaugt und über ein Fließband in 22.000 Öffnungen transportiert. Dadurch werden die Fasern gezogen, die anschließend über Walzen laufen und verpresst werden. Jeder Quadratzentimeter wird anschließend durchleuchtet und geprüft, denn Fremdkörper haben im Produkt nichts verloren. Produziert werden sowohl hydrophobe (wassermeidende) als auch hydrophyle (wasseranziehend) Vlies-Stoffe.

Effizienz steht an erster Stelle:

Dass sich Fitesa im Wettbewerb mit anderen Herstellern erfolgreich behaupten kann, liegt laut Geschäftsführer Henning Waßmann vor allem an der Effizienz der Produktion. Das Peiner Werk produziert praktisch 24 Stunden und leistet sich eine große Instandhaltungs-Abteilung, die für reibungslose Abläufe sorge. Es wird im Vier-Schicht-System an 365 Tagen im Jahr gearbeitet. Generell stehen die Anlagen nur für Wartungsarbeiten still. „Bei uns entscheiden die letzten zwei Prozent, die aus der Anlage gekitzelt werden, ob wir rentabel sind“, so der Geschäftsführer. Denn: Die größten Kostenblöcke für Energie, Rohstoffe und Personal seien fix. Fitesa ist übrigens gleich nach dem Peiner Elektrostahlwerk der zweitgrößte Energieverbraucher in Peine. Der Vlies-Rohstoff Polypropylen orientiert sich am Rohölpreis.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Peine

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Konzert für Schüler in Ilsede
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung