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Finanzexperte referierte über Eurokrise

Peine Finanzexperte referierte über Eurokrise

Peine. „Die Eurokrise kann nicht durch Ausgabenkürzungen und Lohnsenkungen bewältigt werden“, betonte Dr. Patrick Schreiner, Experte für Wirtschaft, Umwelt und Europa beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).

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Reges Interesse: Zahlreiche Mitglieder der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft kamen zum Vortrag des DGB-Europaexperten in die Peiner Festsäle.

Quelle: js

Auf Einladung des Peiner Kreisverbandes der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft war Dr. Schreiner in die Fuhsestadt zu kommen, um über die Finanz- und Eurokrise zu referieren und mit den Zuhörern im Anschluss zu diskutieren.

Der DGB-Experte Dr. Schreiner mahnte: „Wenn ein Staat seine Ausgaben drastisch drückt, zugleich Lohnsenkungen erzwingt und Konsumsteuern erhöht, dann macht er die volkswirtschaftliche Nachfrage kaputt.“ Das führe neben sozialem Elend auch zu einbrechenden Steuereinnahmen und in Konsequenz zu mehr Staatsschulden. „Die derzeit praktizierte Krisenpolitik verschärft die Lage und stürzt Europa ins Elend. Auch wenn Deutsche davon bislang noch kaum betroffen sind, sondern sich fatalerweise sogar als Gewinner der Krise fühlen.“

Außerdem werde Deutschland in den vergangenen Jahren immer mehr zum Billiglohn-Land. „Natürlich kann man auch noch gute Löhne verdienen, aber rund ein Viertel der Beschäftigten arbeiten bereits zu Billiglöhnen“, unterstrich der DGB-Wirtschaftsexperte.

Durch stagnierende oder rückläufige Löhne und dadurch aufgebaute Exportüberschüsse, so schilderte Dr. Schreiner, mussten andere Länder Defizite im Außenhandel einfahren. „Die Überschüsse des einen sind immer die Defizite der anderen.“ Und die seien durch private und staatliche Verschuldung finanziert – die Bankenrettungen hätten die private Verschuldung dann zur staatlichen überführt. Der Experte: „Zusammen mit krisenbedingten Mehrausgaben und Einnahmeausfällen waren dies in vielen Ländern die wichtigsten Ursachen für den Anstieg der Staatsverschuldung.“

js

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