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Feuer in Malzfabrik: Haft und Sozialstunden

Peine Feuer in Malzfabrik: Haft und Sozialstunden

Peine. Wer von den drei Angeklagten am 14. Mai das Feuer in der stillgelegten Malzfabrik am Friedrich-Ebert-Platz gelegt hat, ließ sich auch beim Verhandlungstermin vor dem Jugendschöffengericht nicht mit Sicherheit feststellen.

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Feuer in der Malzfabrik Heine: Die Werkstatt brannte Mitte Mai völlig aus. Die kleinen Bilder zeigen den Einsatz der Polizei-Brandermittler und der Feuerwehr.

Quelle: A

Seinerzeit waren Jugendliche dort eingebrochen und hatten versucht, mittels eines Feuers die Isolierung von Stromkabeln abzuschmelzen, um sie dann einem Schrotthändler zu verkaufen (PAZ berichtete). Das Feuer geriet außer Kontrolle, es entstand Sachschaden von 80 000 Euro. Die drei Angeklagten im Alter zwischen 17 und 19 Jahren räumten lediglich ein, in die Fabrik eingedrungen zu sein, nur einer der Beteiligten gab den Kabelklau zu.

Auch der Verkauf des Altmetalls ließ sich keinem der Täter zuordnen. Der einzige für diese Sitzung und zu diesem Zweck geladene Zeuge, ein Mitarbeiter des Altmetallhändlers, erkannte die Angeklagten nicht als diejenigen wieder, die das Material bei ihm abgegeben und dafür insgesamt 380 Euro erhalten hatten. Als Brandstifter und Federführenden beim Verkauf des Altmetalls hatten zwei bereits verurteilte Mittäter im Zeugenstand ausgerechnet den 18-Jährigen beschuldigt, auch in einem anonymen Brief wurde er denunziert. Das Gericht begegnete diesen Beschuldigungen gegen den einzigen der drei, der noch nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten war, mit größtem Misstrauen und sprach ihn auf Antrag der Staatsanwaltschaft vom Vorwurf der Brandstiftung frei. Übrig blieb der Tatbestand des besonders schweren Diebstahls für den 19- und den 18-Jährigen, die aufgrund sozialer Defizite nach Jugendrecht verurteilt wurden.

Der 19 Jahre alte Peiner muss bereits zwei Haftstrafen absitzen; insgesamt zwei Jahre und fünf Monate Haft lautete das Urteil. Der 18-Jährige soll 100 soziale Stunden ableisten und sich von Drogen fernhalten sowie drei Urinkontrollen zur Überprüfung abgeben.

Der ebenfalls nicht mehr unbescholtene 17 Jahre alte Mittäter wurde der Beihilfe für schuldig befunden und muss 80 soziale Arbeitsstunden erledigen, erhielt eine Woche Dauerarrest und eine Betreuungsweisung, wie sie die Jugendgerichtshilfe „zum Erlernen einer sinnvollen Freizeitgestaltung“ empfohlen hat.

hui

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