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Festsäle-Publikum bejubelte die Harmonists

Peine Festsäle-Publikum bejubelte die Harmonists

Mit der Tourneepremiere des Schauspiels „Veronika, der Lenz ist da - Die Comedian Harmonists“ wurden am Mittwochabend in den Peiner Festsälen die 1920er- und 1930er-Jahre wieder lebendig.

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War in den Festsälen zu sehen: „Veronika, der Lenz ist da – Die Comedian Harmonists“.

Quelle: im

Da würden sich unsere Groß- oder sogar Urgroßeltern aber staunend die Augen reiben: Dass diese sechs Jungs, deren Stimmen sie damals vom Phonographen oder Radio kannten, deren Lieder sie mochten und gerne mitsummten, fast 90 Jahre später unversehrt und jugendlich wieder auf der Bühne der Festsäle stehen. Und ebenso jugendlich sind die Gesangsnummern geblieben, dass Enkel und Urenkel im Parkett auch noch nach so langer Zeit „Veronika“ im Frühling feiern oder für „Isabella“ bei „Wochenend und Sonnenschein“ nach „Kastilien“ fahren würden.

Dabei war die Aufführung der Komödie am Kurfürstendamm überhaupt nicht als Konzert gemeint. Auf der Handlungsbasis von Lebensträumen und Durchhaltewillen entstand unter der Regie von Martin Woelfer das, was das Publikum liebt - unsterbliche Evergreens.

Das künstlerische Leben der sechs Sangesbrüder ist eher unspektakulär: Hängepartien folgen Kompetenzgerangel, himmelhochjauchzender erster Vorgesang weicht zu Tode betrübtem Heimweg - Woelfer beschreibt es punktuell, baut Hintergründe ein, würzt mit netten Gags.

Aber immerhin dauert es gut eine Viertelstunde, bis endlich aufblitzt, worauf alle warten: Die Jungs singen! Mario Merz als Pianist Erwin Bootz erweist sich als idealer Begleiter am Klavier - und alles klingt so leicht und einfach, wie es nicht ist. Wobei das benutzte Bühnenklavier neuen Baujahres in der historischen Bühneneinrichtung ebenso deplatziert wirkt, wie ein Straßenkreuzer im Western. Egal, denn im Publikum wartet man bei gelegentlich bemüht wirkender Schauspielerei um Blödelei, Rangelei und um politische Düsternis im Grunde auf die guten alten unsterblichen Hits dieser musikalischen Musketiere.

Das Bühnenbild ist tourneetheater-praktisch: Geraffte Vorhänge und effektvoll-unaufdringliche Beleuchtung suggerieren historische Bühnenauftritte. Merz am Flügel durchdringt selbst im behutsamsten Anschlag das Haus, während man im Parkett wie mit angehaltenem Atem auf die Gesangseinsätze auf der Bühne wartet. Und wenn die sechs Sänger mit ihren Liedern feine Netze über das Publikum spinnen, ihnen mit „Ein bisschen Leichtsinn“ und einem „Kleinen grünen Kaktus“ im „Blumentopf“ Freude ins Gesicht zaubern, wirkt es tatsächlich, als sängen sich Frommermann, Biberti und Kollegen wie früher in die Herzen der Urgroßeltern: „Auf Wiedersehen, leb wohl!“

uj

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