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Festsäle: „Frau Müller muss weg“ sorgte für viele Lacher

Peine Festsäle: „Frau Müller muss weg“ sorgte für viele Lacher

Große Show mit geringem bühnentechnischen Aufwand: Mehr als 600 Peiner sahen am Sonntagabend in den Festsälen gespannt dem Ensemble des Wolfgang Borchert Theaters zu, als es hieß: „Frau Müller muss weg“.

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„Frau Müller muss weg“: Das Theaterstück wurde am Sonntagabend im Stadttheater Peiner Festsäle aufgeführt.

Quelle: ISABELL MASSEL

In einem liebevoll aufgebauten Klassenzimmer offenbarten sechs starke Darsteller in 90 Minuten Spielzeit ihre Ängste und Nöte in Bezug auf Kinder. Und das überzeugte die Zuschauer, denn die Schauspieler wurden mit frenetischem Beifall honoriert.

Zum Inhalt: Eltern-Kriseneinberufung der Klasse 4b. Schon bald gibt es die Zeugnisse, nach denen sich die weitere Schullaufbahn der „kleinen Monster“ zwischen Gymnasium, Real- oder Hauptschule entscheidet.

Eine Entscheidung, die in den Eltern sehr viel Emotion auslöst. Denn: Damit das Kind nicht auf die schiefe Bahn gerät, darf es auf keinen Fall auf eine andere Schule als das Gymnasium. „Auf der Realschule sind doch Skinheads“, hieß es im Stück, das sich vielen Klischees bediente. Um also die Noten der Jüngsten aufzubessern sind die Erwachsenen auf das Ergebnis gekommen, dass Klassenlehrerin Frau Müller weg muss. Immerhin hat sie dafür gesorgt, dass die Kleinen sich in ihren Grundschuljahren dramatisch verschlechtern - die Eltern selbst tragen daran natürlich keine Schuld. Dass sich das liebe Kind zu einem „Klassenkasper“ entpuppen könnte oder gar Mitschüler schlage, sei eher eine Beleidigung als Realität. Immerzu hieß es: „Das kann nicht sein, mein Kind würde nie…“

In übertriebener Manier gestalteten die sechs Darsteller das Stück zu einem Genuss für Augen und Ohren. Mit pointierten und scharfzüngigen Textpassagen präsentierte das Ensemble ein spannendes Stück, das mit einem gewissen Augenzwinkern betrachtet werden musste. Dennoch fanden einige Schlagwörter, wie „kleine Monster“ als Umschreibung für Kinder, große Begeisterung.

„Besonders gut haben mir die cholerischen Anfälle der Schauspieler gefallen“, sagte Aylin Sanne und meinte: „Nur weil ein Kind besser auf die Realschule oder Hauptschule gehen sollte, heißt das noch lange nicht, dass es sich nicht gut entwickeln würde.“ Insgesamt war es ein gelungenes Stück mit einem gewissen Wahrheitsgehalt - immer wieder gerne.

mgb

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