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Fest der Kulturen verhindert NPD-Aufmarsch in Peine

Peine Fest der Kulturen verhindert NPD-Aufmarsch in Peine

Diesmal nicht: Am kommenden Samstag drohte der Stadt Peine ein erneuter Aufmarsch von Rechtsradikalen.Mit der geschickten Ansetzung eines bunten und friedlichen Fests der Kulturen ist dies jetzt ausgeschlossen.

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Landrat Franz Einhaus (SPD) hat die Schirmherrschaft für das Fest der Kulturen übernommen.

Über 40 Akteure stehen am Samstag, 1. Juni, ab 11 Uhr zusammen, um mit der Initiative „Bunt statt braun“ und einem Fest der Kulturen der möglichen Gefahr eines NPD-Aufmarsches entgegenzustehen. Denn an diesem Tag ist in Wolfsburg eine NPD-Kundgebung geplant. Sollte die Veranstaltung dort nicht stattfinden können, gilt Peine als möglicher Ersatzort.

Warum ist das „Fest der Kulturen“ ein so geschickter, taktischer Winkelzug? Dieses Fest ist so geplant, dass in der Peiner Innenstadt kein Platz für einen Aufmarsch der Rechten ist. An allen wichtigen Stellen Peines haben Akteure des Bündnisses „Bunt statt braun“ Veranstaltungen angemeldet. Die Aktionen für die ganze Familie ziehen sich vom Friedrich-Ebert-Platz in der Südstadt über den Bahnhofsvorplatz durch die Fußgängerzone bis zum Marktplatz hin. Überall gibt es ein buntes Programm. „Das Fest der Kulturen und das Bündnis ,Bunt statt braun‘ tun einer Stadt wie Peine aber auch ohne drohende Gefahr eines Aufmarsches Rechtsradikaler gut“, sagt Peines Superintendent Volker Menke. Er hat sich spontan mit an die Spitze des Festes gestellt, ist neben Peter Baumeister vom DGB Versammlungsleiter. Menkes Begründung: „Gottes Welt ist bunt!“ Der Superintendent hat auch private Gründe für sein Engagement: „Ich bin mit einer Ungarin verheiratet - und als wir einmal in Osnabrück unterwegs waren, ist sie auf offener Straße angespuckt worden, weil sie eine dunklere Hautfarbe hat als der europäische Durchschnitt.“ Das möchte er nie wieder erleben müssen, betont er. Menke hat lange Zeit in Ungarn gelebt. „Dort bin ich als Ausländer stets gastfreundlich empfangen worden und es ist mir nicht nur als Christ wichtig, diese Gastfreundschaft an dem Ort zurückzugeben, an dem ich lebe.“

Das Bündnis ist breit angelegt. Auch die demokratischen Parteien beteiligen sich. Die Schirmherrschaft für das Fest hat Landrat Franz Einhaus (SPD) . Er sagte: „Der interkulturelle Austausch ist ein bedeutsames Thema. Hierzu sind gut funktionierende Netzwerke wichtig und hilfreich. In diesem Kontext sollte auch die Möglichkeit genutzt werden, klare Zeichen gegen rechtsextremes Gedankengut zu setzen.“

pif

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