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Fest der Kulturen lockte viele Besucher in die City

Peine: “Bunt statt braun“ Fest der Kulturen lockte viele Besucher in die City

Die Idee, ein Fest der Kulturen zu veranstalten, um einen Aufmarsch der Neonazis in Peine zu verhindern, ist nun schon fünf Jahre alt. Seitdem lockt das bunte Treiben Anfang Juni immer viele Besucher in die City, so auch am vergangenen Samstag. Organisator war das Bündnis für Toleranz. Unter dem Motto „Bunt statt braun“ blieb so kein Platz für rechte Demonstranten.

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Zahlreiche Aktionen luden zum Mitmachen ein – Spielstationen gehörten auch dazu.
 

Quelle: Nicole Laskowski

Peine. Mehr als 30 Organisationen, Vereine, Parteien, Schulen, soziale Institutionen, Kirchen, Gewerkschaften und mehr beteiligten sich mit ganz unterschiedlichen Aktionen an dem Fest der Kulturen. Auch wenn das Wetter sich nicht so recht zwischen Sonne, Regen und Gewitter entscheiden konnte, war die Bummelmeile in der Peiner Innenstadt doch durchgängig gut gefüllt.

Auf der Bühne wurde drei Stunden lang Unterhaltung geboten. Die Bauchtanzgruppe des VfL Woltorf, die Combo „Cand u Huner“, die Rapper „Blindtext“, die Band „Boppin Blue Cats“, die Jazzband der Kreismusikschule und die Gruppe „Whatever“ zeigten ihr Können. Die Trommelgruppe des CVJM sorgte ebenfalls für flotte Rhythmen.

Superintendent Dr. Volker Menke stimmte mit seiner Rede nachdenklich. Er erzählte die Geschichte eines Mannes, der Kinder auffordert, statt Krieg lieber Frieden zu spielen. Doch die Kinder wussten nicht, wie das geht. „Frieden ist ein großes Wort. Wie lebt man Frieden? Das kann man heute hier in Peine sehen. Man gestaltet ein Fest miteinander, für unsere Stadt und das Land“, bekräftigte er.

Peter Baumeister vom Organisationsteam dankte allen Helfern und engagierten Ehrenamtlichen, die es wieder möglich gemacht hatten, solch ein gelungenes Fest auf die Beine zu stellen.

Die Stimmung auf dem Platz vor der City-Galerie war fröhlich. Viele Aktionen luden zum Mitmachen ein. So gab es zum Beispiel Spiel- und Bastelstationen, ein Torwandschießen und Dosenwerfen. Beim Kinderschutzbund konnte außerdem mit Lego gespielt werden.

Als Gaumenfreuden wurden kurdische Spezialitäten angeboten, die reißenden Absatz fanden. Direkt neben dem Stand des kurdischen Kulturvereins backten Frauen aus der Takva-Moschee leckere türkische Pizzen. „Wir haben davon 200 Stück verteilt und sind mit vielen Gästen ins Gespräch gekommen“, freute sich Takva-Moschee-Sprecher Mehmed Akyalcin.

Beim Martin-Luther-Kindergarten und Familienzentrum konnten kleine und große Gäste Eulentaschen bemalen. „Bei uns herrschte den ganzen Tag über großer Andrang und es sind viele bunte Taschen entstanden. Sogar der Superintendent hat eine Tasche bemalt“, freute sich Kindergartenleiterin Olga Tkacenko.

Von Nicole Laskowski

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