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Faustschläge für einen Klingelstreich

Peine Faustschläge für einen Klingelstreich

Peine. Weil sie auf einen Klingelstreich von zwei 18-Jährigen hin handgreiflich wurden, wurden ein Peiner (49) und sein Sohn (22) vom Strafgericht wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung und vorsätzlicher Verkehrsgefährdung mit hohen Geldstrafen belegt. Der Vater muss 5250 Euro und der Sohn 900 Euro zahlen.

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Amtsgericht Peine.

Quelle: A

Aus Übermut beschlossen zwei 18-jährige Schüler um Mitternacht im Oktober 2014, an einem Haus in Vöhrum einen Klingelstreich zu machen, und schauten, wo noch Licht brannte. Drei Mal hätten sie bei ihnen geklingelt, sagte die Ehefrau (28) des 49-jährigen Angeklagten als Zeugin aus - und sie hätten Schimpfwörter gerufen, als sie das Fenster öffnete.

Der 49-Jährige, selber Vater von fünf Kindern und daher nicht unerfahren im Umgang mit ihnen, brachte für den Dumme-Jungen-Streich überhaupt kein Verständnis auf und setzte sich zu seinem Sohn ins Auto, um sie zu verfolgen.

Ein dritter, unbeteiligter Freund hatte dies mitbekommen und warnte die 18-Jährigen, die sich daraufhin auf ihren Fahrrädern aus dem Staub machen wollten. Doch der jüngere Angeklagte lenkte den Wagen so dicht am hinteren der beiden Radfahrer vorbei, dass er ihn mit dem Rückspiegel streifte und zu Fall brachte.

„Zwei Männer stiegen aus, ich habe mich entschuldigt und versichert, dass so etwas nie wieder vorkommt“, sagte der Geschädigte. Doch die Entschuldigung nahmen die Männer nicht an. Der Sohn zog den jungen Mann am Kragen hoch und hielt in fest, der Vater versetzte ihm einen Faustschlag auf den Mund und einen auf die Nase, dann ließen sie von ihm ab. Der verletzte und völlig verängstigte 18-Jährige lief weg und versteckte sich in einem Garten. Er trug Abschürfungen, Nasenbluten und eine geplatzte Lippe davon.

Die Angeklagten zeigten sich nicht geständig. Der Staatsanwalt hatte für den Jüngeren eine Geldstrafe über 2000 Euro beantragt, der Ältere sollte zwei Jahre Freiheitsstrafe auf Bewährung und Arbeitsstunden erhalten. Der Verteidiger des Vaters hatte Freispruch beantragt, da er weder den Schläger überführt noch die Verkehrsgefährdung als bewiesen ansah. Neben den Geldstrafen wurden ihnen auch die Kosten für das Verfahren auferlegt.

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