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Faustmann: Peiner ist Audi-Chef in Ungarn

Peiner Faustmann: Peiner ist Audi-Chef in Ungarn

Peine/Györ. Eine Peiner Erfolgsgeschichte: Seit dem 1. April 2004 ist der gebürtige Telgter Thomas Faustmann Vorsitzender der Geschäftsführung von Audi Ungarn in Györ. Dort ist er Chef von mehr als 11 000 Mitarbeitern. Audi Hungaria ist das größte Motorenwerk der Welt.

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Freude über die Ehrendoktorwürde der Uni in Györ (v.l): Leonhard, Josef-Paul, Anna-Maria, Martina, Thomas und Moritz Faustmann mit Freundin Magdalena.

Quelle: Audi Ungarn

Die Karriere von Faustmann mag steil verlaufen sein, gerade war sein Weg aber nicht immer: Der 52-Jährige wurde am 30. September 1962 in Peine geboren. Er ging zur Burgschule und machte eine Ausbildung zum Hüttenfacharbeiter bei P&S. Es folgten Mittlere Reife und danach auf dem 2. Bildungsweg das Abitur, dem sich das Maschinenbaustudium an der Uni Hannover anschloss.

Seit 1991 war Faustmann in Führungspositionen bei Volkswagen in Salzgitter, Wolfsburg, Chemnitz und wieder Salzgitter. Im September 2002 wurde der gebürtige Telgter technischer Geschäftsführer für Motorenproduktion bei der Audi Hungaria in Györ und seit April 2004 ist er der Vorsitzende der Geschäftsführung und damit Chef des größten Exporteurs und eines der umsatzstärksten Unternehmen Ungarns.

Auch wenn der berufliche Aufstieg rasant anmuten mag, hat Faustmann die Bodenhaftung nicht verloren. Um im Bereich der Fahrzeugmontage die richtigen Entscheidungen treffen zu können, wollte er sich erst einmal ein genaues Bild verschaffen. Also trat er am 13. Dezember 2004 morgens um 6 Uhr zur Schicht an, in roter Latzhose und weißem T-Shirt und montierte seien eigenen Dienstwagen.

Faustmann erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Unter anderem wurde ihm 2007 im ungarischen Parlament in Budapest das „Offizierskreuz des Verdienstordens der Republik Ungarn“ verliehen. Die staatliche Auszeichnung erhielt er für sein besonderes Engagement bei der Entwicklung der ungarischen Automobilindustrie. Am 18. September 2014 wurde Faustmann die Ehrendoktorwürde der Széchenyi István Universität in Györ verliehen. Damit wird sein Engagement für die Hochschule sowie den Ausbau von Forschungskooperationen und Lehre gewürdigt. Audi betreut dort vier Lehrstühle.

Privat hat Faustmann mit Ehefrau Martina, geborene Nordwig, und den Kindern Anna-Maria (25), Moritz (23), Leonhard (17) und Josef-Paul (15) im österreichischen Neusiedl am See ein neues Zuhause gefunden.

jti

Bestimmender Wirtschaftsakteur in der Region

Györ. Die Audi-Tochter Audi Hungaria wurde 1993 in Gyr gegründet und hat sich in den vergangenen 21 Jahren zu einem bestimmenden Wirtschaftsakteur der Region und ganz Ungarns etabliert. Seit 1993 wurden insgesamt mehr als 26 Millionen Motoren in Györ produziert.

Das Unternehmen eröffnete 2013 sein neues Automobilwerk, in dem heute drei Modelle, die Audi A3 Limousine, das Audi A3 Cabriolet und die dritte Generation des sportlichen Audi TT gebaut werden, und zwar von der ersten bis zur letzten Schraube. In einigen Wochen startet auch die Serienproduktion des neuen TT Roadster, des bereits vierten Modells in Györ.

Vergangenes Jahr wurden 42 851 Fahrzeuge in Györ gebaut, und diese Zahl wird sich nach Unternehmensangaben dieses Jahr voraussichtlich verdreifachen. Insgesamt haben bisher über 700 000 Fahrzeuge die Györer Produktionslinie verlassen. Die Belegschaft der Audi Hungaria zählt mittlerweile mehr als 11 000 Mitarbeiter.

Seit der Gründung im Jahr 1993 hat sich das Unternehmen zu einem der größten Exporteure und einer der umsatzstärksten Gesellschaften des Landes entwickelt. Durch ein Investitionsvolumen von insgesamt mehr als 7 Milliarden Euro ist das Unternehmen heute einer der wichtigsten ausländischen Investoren in Ungarn und einer der größten Arbeitgeber der Region. Das Unternehmen fördert die Erhöhung des Bildungsniveau im Rahmen einer besonders intensiven Zusammenarbeit mit den Bildungsinstituten in der Region. Dazu zählen die Berufsfachmittelschulen, in denen mit Unterstützung der Audi Hungaria die duale Berufsausbildung eingeführt wurde und seitdem mehr als 1400 Auszubildenden einen Metallberuf absolviert haben und die Universität Széchenyi István in Györ, an der Audi bereits vier Lehrstühle betreut. Im Jahr 2013 verließen rund 1,9 Millionen Motoren das Werk und 42 851 Autos. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf etwa 5,6 Milliarden Euro. Investiert wurden 968 Millionen Euro.

2014 schaltet Audi Ungarn noch einen Gang höher. Im ersten Halbjahr wurden bereits gut 1,1 Millionen Motoren produziert und 66 640 Autos liefen vom Band. Die Umsatzerlöse erreichten im ersten Halbjahr rund 3,7 Milliarden Euro. Dabei investierte das Unternehmen 289 Millionen Euro in den ungarischen Standort.

jti

• Das Interview mit Faustmann ist in der Dienstags-Ausgabe der PAZ

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