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Fantasien von zwitschernden Lerchen geweckt

Peine Fantasien von zwitschernden Lerchen geweckt

Wer im tristen Novembergrau sein Publikum zwitschernde Lerchen hören und einen blauen Frühlingshimmel sehen lässt, versteht sein Handwerk. So verzauberten die mehr als 40 Musiker des Braunschweiger Dom-Sinfonie-Orchesters die etwa 60 Gäste in der Peiner St.-Jakobi-Kirche mit ihrer Musik.

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Verzauberte mit seiner Musik: Das Braunschweiger Dom-Sinfonie-Orchester.

Quelle: rb

Peine. Das Orchester unter Leitung von Domkantor Gerd-Peter Münden ist seit mehr als 30 Jahren aktiv und setzt sich aus Laien und semiprofessionellen Musikern zusammen. Für sein Gastspiel in Peine hatte sich das Ensemble ein anspruchsvolles Programm überlegt.
Hoch professionell starteten die Streicher des Orchesters mit der Fantasie über ein Thema von Thomas Tallis, komponiert von Ralph Vaughan Williams. Sanft flossen die zarten Klänge von den Bögen der Streicher und füllten schließlich den ganzen Kirchenraum aus.

Münden dirigierte seine Musiker mit Inbrunst. Das nachdenkliche, eher getragene Stück, mit nur kurzen lebhafteren Einsprengseln passte wunderbar zur novemberlichen Stimmung. Die Zuhörer lauschten andächtig und waren so versunken in die wunderschöne Musik, dass erst nach langen Augenblicken der Stille kräftiger Applaus einsetzte.

„Mit dem nächsten Stück haben wir uns der Vertonung eines Gedichtes angenommen. Wir haben die englische Poesie nicht ins Deutsche übersetzt, aber Sie werden sehen, wie die Lerche sich erhebt. Sie werden das Flattern und das Zirpen hören, das Sie aus der Natur kennen“, versprach Münden. Und er hielt das Versprechen. Die Musiker spielten mit der gleichen Leichtigkeit, mit der sich ein Vogel in die Lüfte erhebt. Harm Pralle an der Solo-Violine ließ die Lerche mit gekonnt hohen Tonlagen zum Leben erwachen und erntete dafür begeisterten Applaus.

Für den Hauptteil des Konzertes hatte das Orchester die Sinfonie Nr. 9 von Antonin Dvorák einstudiert. Sie trägt den Namen „Aus der Neuen Welt“, da sie von Dvoráks dreijährigem Amerikaaufenthalt inspiriert wurde. Dort erlebte der Komponist eine Wildwest-Show, in der der Kampf gegen die Indianer dargestellt wurde. Diese Eindrücke hat er unter anderen in seiner Sinfonie verarbeitet.

Langsam und sacht begann der erste Satz der Sinfonie. Doch schon nach kurzer Zeit schlug die Stimmung um. Die Musiker interpretierten mit großer Dynamik und viel Schwung Dvoráks Komposition. Im zweiten Satz hörte das Publikum dann Fantasien über die endlose Prärie und das Leben der Indianer, was sich im dritten Satz fortsetzte. Lebhafte Walzermelodien und ein zart verhallendes Ende leiteten dann den vierten und letzten Satz des Stückes ein. Marschartige und energische Klänge kündeten von der neuen Welt. Sanfte Klarinetten zeugten dagegen von Dvoráks Sehnsucht nach seinen Ursprüngen. Nach dem mitreißenden Finale spendete das Publikum reichlich Applaus. Ein gelungener Konzertabend, der weitaus mehr Zuhörer verdient hätte.

Dr. Nicole Laskowski

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