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Familienvater (27) muss 1575 Euro Alimente nachzahlen

Peine Familienvater (27) muss 1575 Euro Alimente nachzahlen

Peine. Sieben Jahre hat ein 27-jähriger Vater keinen Unterhalt gezahlt. Das Verfahren wurde eingestellt.

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Das Peiner Amtsgericht entschied, dass ein 27-Jähriger Vater aus Burgwedel Alimente nachzahlen muss.

Quelle: mgb

Insgesamt sieben Monate hatte der Mann aus Burgwedel an die von ihm getrennt lebende Mutter seines siebenjährigen Sohns keinen Unterhalt gezahlt. Das Gericht folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft und stellte das Verfahren ein - unter der Bedingung, dass der Burgwedeler seine säumigen Zahlungen nachholt und gleichzeitig den laufenden Unterhaltssatz von 225 Euro pro Monat für das Kind bezahlt.

Der Angeklagte entschuldigte dies damit, dass sein Insolvenzberater ihm geraten habe, sämtliche Zahlungen erst einmal einzustellen - darunter auch diese. Der Staatsanwalt hielt dagegen, dass es sich bei der Nichtzahlung um zwei Komplexe handelte.

So waren von Januar bis April 2013 keine väterlichen Unterhaltsleistungen erbracht worden. Diese fielen mit der Insolvenz des Mannes zusammen, stellte der Staatsanwalt fest. Allerdings, so monierte er, habe der Delinquent im Jahr 2013 schon einmal drei Monate lang nicht bezahlt - und da wäre es ihm wirtschaftlich sehr wohl möglich gewesen. Der Angeklagte geriet ein wenig in Erklärungsnot, konnte aber glaubhaft darstellen, dass ihm seinerzeit durch die Fixkosten für seinen eigenen Lebensunterhalt nur noch sehr wenig übrig blieb.

Die Beziehung zur Mutter seines sei nicht die beste, beschrieb der Verteidiger die Situation seines Mandanten. In deren Kreisen seien Kinder oft eine Art „Finanzierungsmittel“ für das eigene Auskommen, und als wegen der Insolvenz seines Mandanten kein Geld mehr von ihm kam, habe sie den Klageweg beschritten.

Wegen geringer Schuld regte der Staatsanwalt eine Einstellung des Verfahrens an. Der Richter wies darauf hin, dass auch bei einer Insolvenz die Unterhaltspflichten bestehen bleiben. Der Dachdecker mit einem Monatseinkommen von 1500 Euro muss nun neben dem Insolvenz-Satz sieben Monate lang 450 Euro monatlich an Kindesunterhalt abführen.

Die Mutter des Kindes war als Zeugin geladen, blieb der Verhandlung aber unentschuldigt fern. Das Gericht verhängte gegen sie 200 Euro Ordnungsgeld, ersatzweise zwei Tage Ordnungshaft.

hui

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