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Falsches Alibi fürs Fahren ohne Führerschein: Ein Jahr Gefängnis auf Bewährung

Peine Falsches Alibi fürs Fahren ohne Führerschein: Ein Jahr Gefängnis auf Bewährung

Peine. Weil er nicht schon wieder wegen Fahrens ohne Führerschein vor Gericht stehen wollte, hat sich ein 25 Jahre alter Mann ein falsches Alibi von einem Freund besorgt. Dafür ist er jetzt wiederum vor Gericht gelandet - und zu einer Haftstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt worden. Zudem muss er eine Geldauflage von 3600 Euro an die Straffälligenhilfe Hildesheim zahlen und die Kosten des Verfahrens tragen.

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Amtsgericht Peine: Dort wurde ein Bonner verurteilt, weil er von der Polizei wegen Autofahrens ohne Führerschein gestoppt worden war.

Quelle: A

Eigentlich sollte der Alibigeber ebenfalls zur Verhandlung erscheinen. Da sich der Angeklagte aber geständig zeigte und außerdem zugab, seinen Freund zu der Falschaussage überredet zu haben, beließ es das Gericht bei einem Strafbefehl gegen den Freund. Der muss nun 120 Tagessätze zu je zehn Euro an die Staatskasse zahlen, hat aber die Möglichkeit, dagegen Einspruch zu erheben.

Wie das Bundeszentralregister aussagt, ist der 25-Jährige bereits zehnmal strafrechtlich in Erscheinung getreten, darunter auch schon mehrfach wegen Fahrens ohne Führerschein. Nun war der Bonner im Raum Peine schon wieder beim Autofahren ohne gültige Fahrerlaubnis erwischt worden.

Eigentlich hatte der Mann durch das falsche Alibi einer weiteren Bestrafung aus dem Weg gehen wollen - nun hatte er gleich zwei neue Verfahren am Hals.

So gab er in der vorangegangenen Gerichtsverhandlung an, er sei unschuldig, da er an jenem Abend einen Freund besucht und mit ihm gemeinsam Musik gehört hatte. Das bestätigte jener Freund auch, und damit hatte der Beschuldigte sein gewünschtes Alibi. Allerdings räumte der Alibigeber im Verlauf jener Verhandlung ein, dass er das genaue Datum des gemeinsamen Musikabends nicht mehr genau wusste, was sich der Beschuldigte zunutze gemacht hatte. Die Beweislage bestätigte seinerzeit die Anklage wegen Fahrens ohne Führerschein, und die Staatsanwaltschaft klagte den soeben Verurteilten und seinen Freund stehenden Fußes wegen uneidlicher Falschaussage an.

„Die Anstiftung zur uneidlichen Falschaussage wiegt schwerer als das Fahren ohne Fahrerlaubnis“, erklärte der Peiner Richter in der Urteilsbegründung. Angesichts der derzeit positiven Sozialprognose - Festanstellung und stabile Beziehung - bekam er für diesmal noch eine Bewährungsstrafe. Die Bewährungszeit hat das Gericht auf vier Jahre festgelegt.

hui

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