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Falsche Verdächtigung: 14.000 Euro Strafe

In Peine vor Gericht Falsche Verdächtigung: 14.000 Euro Strafe

Peine. Weil sie vor dem Amtsgericht falsche Aussagen gemacht hatten, wurden jetzt Vater und Sohn jeweils zu einer Geldstrafe von je 7000 Euro verurteilt.

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Gerichtsurteil: Vater und Sohn aus Peine müssen wegen falscher Verdächtigung 14.000 Euro Strafe zahlen.

Quelle: Archiv

Im März 2015 waren die beiden Peiner als Zeugen geladen. Im Verfahren ging es darum, dass beim jetzt angeklagten 50-Jährigen Garagentore von einem Unternehmen rückgebaut werden sollten.

Da der Angeklagte die Unterschrift über den ordentlichen Ausbau nicht geben wollte, verschaffte sich der Unternehmer Zugang zum Grundstück und erstellte Videoaufnahmen. Das gefiel dem 50-Jährigen, der dem Unternehmer zuvor ein Hausverbot ausgesprochen hatte, gar nicht. Vor Gericht sagte er damals aus, dass er beschwichtigend dazu aufgefordert hätte, das Grundstück zu verlassen. Der Unternehmer soll daraufhin den Vater mit einem Fußtritt verletzt haben. Bereits damals hatte das Gericht aufgrund der vorliegenden Video-Aufnahmen Zweifel am dargestellten Verlauf und sprach den Unternehmer vom Vorwurf der Körperverletzung frei.

Besagte Video-Aufnahmen stellten jetzt ein wichtiges Beweisstück dar. Durch sie wurde deutlich, dass der Angeklagte alles andere als ruhig und besonnen auf den Unternehmer zuging. Vielmehr ging er aggressiv vor und nutzte derbe Beschimpfungen, die er auf polnisch aussprach. Eine bestellte Dolmetscherin bestätigte den genauen Wortlaut.

Damals hatte der 25-jährige Sohn die Version seines Vaters bestätigt, sodass auch er sich nun wegen falscher Verdächtigungen verantworten musste. Vor Gericht wiesen die Verteidiger darauf hin, dass Vater und Sohn in der ersten Verhandlung nicht auf das Auskunftsverweigerungsrecht hingewiesen wurden. Doch weder das Gericht, die Staatsanwaltschaft, noch der damals verhandelnde Richter, der jetzt als Zeuge gehört wurde, sahen im Verfahren eine Veranlassung dazu.

In seiner Urteilsbegründung sagte der Richter, dass „die Video-Sequenz deutlich gezeigt hat, dass es sich hier nicht um ein beschwichtigendes Einreden handelt, sondern es massive Beleidigungen gab“.

bol

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