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Fahrstuhl im Rathaus für Rollstuhlfahrer zu eng

Peine Fahrstuhl im Rathaus für Rollstuhlfahrer zu eng

Peine. Weil die Peinerin Sabine Leunig trotz der barrierefreien Fahrstühle des Rathauses große Probleme damit hatte, ihren im Rollstuhl sitzenden Ehemann in den zweiten Stock zu bringen, hat sie einen Brief an die PAZ geschrieben.

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Der Lastenaufzug bietet viel Platz - auch für große Rollstühle mit Fußraste.

Quelle: Michaela Gebauer

Eigentlich wollten Leunig und ihr Mann ganz gemütlich einer standesamtlichen Hochzeit beiwohnen, dass sie aber Schwierigkeiten haben würden, hatten sie nicht gedacht. Schließlich bieten im Erdgeschoss „alle Räumlichkeiten barrierefreie Zugangsmöglichkeiten, sodass auch Personen mit Handicap problemlos alle Behördenwege selbstständig erledigen können“, schildert Leunig.

Und weiter: „Leider mussten wir aber feststellen, dass beide Aufzüge von den vorhandenen Raummaßen so klein sind, dass ich meinen Mann nicht in den Aufzug bekam. Nur mit kräftiger Hilfe konnten wir den Rollstuhl so platzieren, dass sich auch die Tür schließen ließ.“ Das Problem sei unter anderem die Fußraste am Rollstuhl gewesen, die dem Paar das Leben erschwert hatte. „Letztlich haben wir es aber doch ins Trauzimmer geschafft“, sagt Leunig erleichtert.

Die Sprecherin der Stadt kann das Problem nachvollziehen, wundert sich aber darüber, dass das Paar im Rathaus nicht um Hilfe gebeten hat. „Es gibt noch einen dritten Aufzug bis zum ersten Obergeschoss. Und der ist weitaus geräumiger“, sagt Petra Neumann. Bei diesem Aufzug handele es sich nicht um die zwei Züge, die im normalen Publikumsbereich erreichbar seien. Der Dritte liegt relativ versteckt im Rathaus und ist für die Anlieferung gedacht.

„Dieser Aufzug ist deutlich geräumiger, ist für größere Lasten ausgelegt und hat auch eine größere Tür“, betont sie. Das Problem von Familie Leunig hätte somit behoben werden können, wenn sie sich an die Information gewandt hätten. „Wenn diese allerdings schon geschlossen hatte, hätte man auch die Standesbeamtin ansprechen können. Sie hat einen Schlüssel, um den dritten Fahrstuhl zu erreichen“, sagt Neumann.

Im Übrigen empfehle es sich bei der Anmeldung von Trauungen bereits im Vorfeld anzumerken, dass mit der Teilnahme von mobilitätseingeschränkten Gästen gerechnet wird. „Dann kann man schon im Vorfeld besprechen, wie ein bequemer Zugang zu allen relevanten Bereichen gewährleistet wird“, erklärt die Pressesprecherin.

mgb

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