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Fahrlässige Tötung: Bewährungsstrafe für Edemisser

Peine Fahrlässige Tötung: Bewährungsstrafe für Edemisser

Peine. Sechs Monate Freiheitsstrafe, ausgesetzt auf drei Jahre zur Bewährung, 2000 Euro Geldstrafe sowie Führerschein-Entzug für fünf Monate: So lautete das Urteil gegen einen 22-jährigen Mann aus der Gemeinde Edemissen.

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Im Amtsgericht in Peine wurde wegen fahrlässiger Tötung verhandelt.

Quelle: Archiv

Dieser war im vergangenen Jahr kurz vor Heiligabend zwischen Edemissen und Wehnsen mit seinem Auto von der Straße abgekommen und gegen einen Straßenbaum geprallt. Dabei erlag der Beifahrer noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen (PAZ berichtete).

Nachdem der Prozess am ersten Verhandlungstag vor zwei Wochen abgesetzt wurde, um einen weiteren Beweisantrag der Nebenkläger (die Eltern des Verstorbenen) zu ermöglichen, kam es am Dienstag zum Abschluss des Verfahrens. Wiederholt hatten die Anwälte Drogenkonsum des Angeklagten vor der Fahrt unterstellt und ein medizinisch-psychologisches Gutachten angefordert. Dies hielten jedoch sowohl Staatsanwaltschaft als auch der Richter für nicht notwendig.

In seinem Plädoyer betonte der Staatsanwalt die zweifelsfreie Schuld des Angeklagten und benannte die Tat als fahrlässige Tötung. Er forderte eine Geldstrafe sowie den Entzug der Fahrerlaubnis mit einer Sperrfrist von zwei Jahren. Die Anwälte der Nebenkläger forderten eine Freiheitsstrafe zur Bewährung. Sie versuchten zu erklären, dass den trauernden Eltern niemand ihr Kind zurückgeben könne, sie sich aber eine Aufklärung des Unfallhergangs gewünscht hätten. Auch ein Bedauern der Tat war für sie nicht ersichtlich.

Zum Angeklagten gewandt erklärte einer der Anwälte: „Ich kenne Sie nicht, mir ist es auch egal, ob Sie Drogen nehmen oder nicht, aber wir wollen hier Aufklärung.“ Das sei der Grund, warum man so hartnäckig nachfrage und nicht locker lasse.

Der Edemisser (22) erklärte in seinem Schlusswort noch einmal, wie leid ihm der Tod seines Freundes tue.

Das obengenannte Strafmaß war den Freunden und Angehörigen des Opfers deutlich zu gering.

ane

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