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Fachkräftemangel: Wito befragt Firmen

Peine Fachkräftemangel: Wito befragt Firmen

Der Fachkräftemangel in einigen Branchen ist auch im Peiner Land schon deutlich zu spüren. Mit einer Unternehmensbefragung will die Wirtschaftsförderung Wito feststellen, wie Peiner Firmen aufgestellt sind und wo der Landkreis steuernd helfen kann.

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Lehre beim Autozulieferer Röchling: (von links) Ausbilder Michael Pacht, Hauke Malig und Dennis Beyer.

Quelle: pif

Peine. Genau 32 Unternehmen stehen den Wito-Mitarbeitern zurzeit Rede und Antwort. „Wir machen eine persönliche Befragung, weil wir mit den Chefs auch direkt ins Gespräch kommen wollen“, sagt Melitta Arz von der Wito. Der Kern der Fragen dreht sich um die aktuelle Wirtschaftslage, die Zukunft und den Radius der Kunden.

„Dabei fällt auf, dass es bereits einige Unternehmen gibt, die Probleme bei der Personalsuche haben. Auf der anderen Seite sind zurzeit fast alle Stellen besetzt“, sagt Arz. Als Faustregel gelte: Je höher qualifiziert die Mitarbeiter sein sollen, desto schwieriger wird es, neue Leute zu finden.

Ein großer Konkurrent der lokalen Firmen ist VW mit seinen Standorten in der Umgebung, „Da können die hiesigen Betriebe bei der Bezahlung nicht mithalten“, sagt Wito-Geschäftsführer Gunter Eckhardt. Familienbetriebe mit einer engen Bindung zu den Mitarbeitern haben dabei bessere Karten, gute Leute zu halten – oder zu gewinnen.

Es zeige sich, dass die Ausbildung in den Firmen wieder einen höheren Stellenwert gewinne, sagen Eckhardt und Arz. Die Firmen verfolgen kleinteilige Strategien, um sich für die Zukunft am Arbeitsmarkt aufzustellen. „Für einige Berufe, zum Beispiel in der Pflege oder der Gebäudereinigung, ist es wichtig, eine Kinderbetreuung zu organisieren“, betont Arz.

In größeren Betrieben werde gezielter ausgebildet. „Damit kommen die Unternehmen ihrer sozialen Verantwortung nach, profitieren aber auch davon“, sagt Eckhardt. Um mehr Fachkräfte ausbilden zu können, seien viele Firmen offen für Kooperationen, denn nicht alle können unbegrenzt im eigenen Betrieb ausbilden.

pif

Zukunftsumfrage der Wito: Neues Schulprojekt geplant

Zwischenbilanz: 30 Unternehmen mit 5809 Mitarbeitern und 284 Auszubildenden haben die Mitarbeiter der Wito schon bei ihrer Zukunftsumfrage besucht. „Zwei weitere Unternehmen folgen noch, dann beginnen wir mit der endgültigen Auswertung“, sagt Wito-Geschäftsführer Gunter Eckhardt. Im Winter sollen die Ergebnisse samt Analyse der Zukunftsfähigkeit des Standorts Peine vorgestellt werden.

Damit will sich die Wito vorbereiten, um steuernd in die Rahmenbedingungen des Standortes eingreifen zu können. Ein Ergebnis gibt es schon: „Viele Unternehmen wünschen sich eine engere Zusammenarbeit mit den Schulen“, sagt Eckhardt. „Da wir über den Austausch mit unserer chinesischen Partnerstadt Nanchang schon Kontakte zu den Schulen pflegen, soll daraus ein neues Wito-Projekt entstehen.“

Mit einem Institut will die Wito Partnerschaften zwischen Wirtschaft und Schulen vermitteln. Ziel sei es, dass die Firmen aktiv zum Unterricht beitragen und die Schüler im Gegenzug Besuche in den Firmen machen. „Wir wollen den Schülern damit vermitteln, wofür sie lernen“, erklärt Eckhardt. Peine wäre damit einer der Vorreiter in Niedersachsen.

pif

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