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FPK Lightweight Technologies: Peiner Automobilzulieferer stellte Insolvenzantrag

Peine FPK Lightweight Technologies: Peiner Automobilzulieferer stellte Insolvenzantrag

Dem Wirtschaftsstandort Peine droht ein neuer Rückschlag: Die FPK Lightweight Technologies Deutschland GmbH am Lehmkuhlenweg in Peine hat gestern Insolvenzantrag gestellt. Betroffen sind etwa 130 Mitarbeiter des Automobilzulieferers.

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Wolken üer der FPK-Firmenzentrale: Am Freitag musste der Peiner Automobilzulieferer Insolvenzantrag stellen.

Quelle: jti

Die Produktion in Peine soll weiter gehen. „Wir sind bereits mit einem Expertenteam vor Ort, um in Gesprächen mit den Kunden und Lieferanten die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Unser Ziel ist zunächst, den Betrieb zu stabilisieren und dann eine Lösung für die weitere Fortführung zu entwickeln“, betonte der vorläufige Insolvenzverwalter Tobias Hoefer von der Kanzlei Hoefer/Schmidt-Thieme bei einer Belegschaftsversammlung im Werk Peine.

Um eine schnellere Abstimmung mit den Gläubigern zu ermöglichen und so die Sanierung im Insolvenzverfahren zu unterstützen, bestellte das Amtsgericht Gifhorn bereits einen vorläufigen Gläubigerausschuss. Die rund 130 Mitarbeiter haben für den Monat Januar noch ihre regulären Löhne und Gehälter erhalten. Damit sie auch für Februar und die Folgemonate pünktlich Zahlungen bekommen, hat der vorläufige Insolvenzverwalter bereits die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes auf den Weg gebracht.

Eine weitere wichtige Botschaft für die Beschäftigten: „An den Arbeitsverhältnissen ändert sich aktuell nichts, alle Mitarbeiter bleiben weiter beschäftigt“, sagte Hoefer. FPK Lightweight Technologies entwickelt und produziert in Peine als Zulieferer führender Automobilhersteller leichtgewichtige strukturelle und aerodynamische Bauteile aus Verbundstoffen. Eine besondere Expertise besitzt das Unternehmen bei Lösungen für leichtere Fahrzeuge und optimierte Aerodynamik. Zuletzt setzte das Unternehmen 21 Millionen Euro um.

Der Insolvenzantrag sei notwendig geworden, nachdem Gespräche über die weitere Finanzierung des Geschäftsbetriebs überraschend gescheitert waren und dem Unternehmen die Zahlungsunfähigkeit drohte. Das Werk in Peine war erst 2010 aus der Insolvenz der Aksys-Gruppe heraus von der spanischen FPK-Gruppe übernommen worden.

Von Jan Tiemann

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