Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Experten analysierten Zugunglück in Hordorf

Magdeburg/Peine Experten analysierten Zugunglück in Hordorf

Magdeburg/Peine. Ein schwerer Güterzug aus Peine fegte im Januar 2011 in Hordorf (Sachsen-Anhalt) einen leichteren Personenzug von der Schiene. Zehn Menschen starben, darunter ein Lokführer. Sein Kollege stieg nahezu unverletzt aus dem Führerstand. Wie ist das möglich?

Voriger Artikel
Ilseder Mordfall: Andreas S. muss 15 Jahre in Haft
Nächster Artikel
Psychisch Kranker schlug seine Mutter

Zugunglück Hordorf: Ein Monitor steht im Gerichtssaal. Mittels Internet-Telefonie wurde ein Zeuge befragt, der zurzeit als Soldat im afghanischen Masar-i-Scharif stationiert ist.

Die geringen Verletzungen des Lokführers (41), der das Zugunglück von Hordorf verursacht haben soll, sind aus Sicht eines Eisenbahn-Sicherheitsexperten und einer Medizinerin durchaus erklärbar. Die Lok des Güterzuges der Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter sei um ein vielfaches schwerer als die des entgegenkommenden Personenzuges und habe eine erhebliche Pufferzone, sagte ein Professor von der Technischen Universität als sachverständiger Zeuge vor dem Landgericht Magdeburg.

Zudem seien Lokführer trainiert darauf, dass sie flüchten. „Bremsung einleiten und weg“, nannte er als Motto. Die Medizinerin erklärte, der Lokführer habe in einer Höhe von einem Meter gesessen. Sie stellte bei ihm an einem Oberschenkel eine geschwollene, unterblutete Stelle fest. Die Sachverständige hatte eine baugleiche Lok inspiziert. Aus ihrer Sicht können die Verletzungen beim Zusammenstoß in der ersten Lok entstanden sein. Sie schloss aber auch nicht aus, dass sich der Lokführer in der zweiten Lok befand. Auch ein Feuerwehrmann als Ersthelfer stand auf der Zeugenliste, der aber zurzeit in Afghanistan ist und dessen Vernehmung über eine Videokonferenz erfolgte.

Der Lokführer des Güterzuges ist unter anderem wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Er soll zwei Haltesignale übersehen und damit das Unglück mit zehn Toten und 23 Verletzten ausgelöst haben. Bis auf eine Erklärung, die er zu Prozessbeginn von seinem Anwalt verlesen lies, äußerte er sich nicht. Er hatte angegeben, die Signale nicht wahrgenommen zu haben. Die eingleisige Strecke lag damals im Nebel. Das Urteil wird am 21. November, erwartet.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Konzert für Schüler in Ilsede
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung