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Ex-Chef der Autobahnmeisterei muss für sechseinhalb Jahre ins Gefängnis

Peine Ex-Chef der Autobahnmeisterei muss für sechseinhalb Jahre ins Gefängnis

Der wegen Bestechlichkeit angeklagte Peiner hat die Härte des Gesetzes zu spüren bekommen. Weil er Schmiergeld und Geschenke von Firmen angenommen hat, verurteilte das Landgericht Braunschweig den Ex-Chef der Autobahnmeisterei gestern zu sechseinhalb Jahren Gefängnis.

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Korruption: Der frühere Leiter der Autobahnmeisterei Braunschweig (kleines Foto, mit seiner Anwältin) muss sechseinhalb Jahre ins Gefängnis, weil er sich schmieren ließ.

Quelle: jkr/Archiv

Peine. Außerdem werden Werte von insgesamt 286 000 Euro aus seinem Vermögen eingezogen. „Sie hatten eine Führungsposition und deshalb eigentlich eine Vorbildfunktion“, hielt die Vorsitzende Richterin Gerstin Dreyer dem 64-Jährigen vor. Der Lebenswandel des Beschuldigten habe anders ausgesehen.

In großem Stil habe er sich bestechen lassen. So habe er von einem Unternehmer 100 000 Euro für den Kauf eines Jaguar-Sportcoupés sowie mehrere Tausend Euro „Urlaubsgeld“ kassiert. Von anderen Geschäftsleuten ließ er sich Computer und Überwachungskameras schenken. Firmen, die sich an dem Korruptionssystem beteiligten, konnten mit guten Aufträgen rechnen. So erhielten sie auch die Gelegenheit, ihre Arbeiten zu überhöhten Preisen bei der Autobahnbehörde abzurechnen. Dem Land soll so ein Schaden in Millionenhöhe entstanden sein. Unternehmer, die sich den Forderungen des Peiners widersetzten, gingen bei der Auftragsvergabe leer aus.

Mit der gleichen unbewegten Miene, mit der er seit Juni den Prozess verfolgt hatte, nahm der 64-Jährige gestern den Richterspruch auf. Ihm droht weiteres Ungemach. Wenn das Urteil rechtskräftig wird, kommen Steuernachzahlungen und Schadenersatz auf ihn zu. Seinen Beamtenstatus dürfte er ebenso verlieren wie seine Pension.

Auch die anderen beiden Angeklagten müssen hinter Gitter. Der 35 Jahre alte Ex-Angestellter der Autobahnmeisterei für drei Jahre (wegen Bestechlichkeit). Ein 61 Jahre alter Geschäftsmann aus Hannover für zweieinhalb Jahre. Er muss zudem 500 000 Euro Schadenersatz ans Land zahlen.

jkr

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