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Evakuierung: 160 Flüchtlinge wären betroffen

Peine Evakuierung: 160 Flüchtlinge wären betroffen

Peine. Rund 560 Menschen wären von einer Evakuierung am Sonntag betroffen, sollte sich der Bombenverdacht auf dem Gelände des Autozulieferers Röchling an der Woltorfer Straße (PAZ berichtete) bestätigen. Das gab die Stadt Peine gestern bekannt.

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Sollte sich der Bombenverdacht am Freitag bestätigten, müssen für die Entschärfung am Sonntag sämtliche Gebäude in einem Radius von 1000 Metern um die Fundstelle evakuiert werden.

Gewissheit soll es nach einer Untersuchung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst und einer Spezialfirma am morgigen Freitag geben. Wird tatsächlich ein „Blindgänger“ aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt, müssten Sonntag auch 160 Flüchtlinge die Asylbewerberunterkunft am Lehmkuhlenweg verlassen.

Die betroffenen Flüchtlinge würden dann im Unternehmenspark untergebracht, erklärte die Sprecherin der Stadt Peine, Petra Neumann. Koordiniert werde die „Verlegung“ von der städtischen Stabstelle Flüchtlinge. Über die mögliche Evakuierung würden die Flüchtlinge im Vorfeld mündlich und schriftlich unterrichtet. Neumann: „Es ist außerdem gewährleistet, dass am Sonntag Mitarbeiter vor Ort sind, die die jeweilige Sprache sprechen.“

Noch ist unklar, was genau im Erdreich unter der Baustelle auf dem Röchling-Gelände schlummert, bislang ist nur von einer „Anomalie“ die Rede, bei der es sich auch um andere Gegenstände wie einen alten Brunnenschacht handeln könnte. Sollte sich der Bombenverdacht jedoch bestätigten, muss am Sonntag ein Sicherheitsbereich von einem Kilometer um den Fundort abgeriegelt und geräumt werden (siehe Karte oben).

Verantwortlich für die Untersuchung am morgigen Freitag ist Sprengmeister Marcus Rausch vom Kampfmittelbeseitigungsdienst in Hannover. Er sagt: „Für die Sondierung wird zunächst ein Schachtring in die Erde eingelassen. Es wird aber nichts ausgegraben. Finden wir etwas, gibt es am Sonntag die Maßnahme.“

Ganz abwegig ist es übrigens nicht, dass auf dem Röchling-Gelände ein Blindgänger liegen könnte. Immerhin gab es im Zweiten Weltkrieg mehrere Luftangriffe auf das benachbarte Stahlwerk und die Mineralölwerke an der Woltorfer Straße.

Beim schwersten Bombardement am 22. Februar 1945 fielen zwischen 350 und 400 Bomben, 70 davon trafen das eigentliche Werk. Es gab 44 Tote und 77 Verletzte. Nach Angaben des Leiters des Peiner Stadtarchivs, Michael Utecht, sind darüber hinaus weitere sechs Fliegerangriffe verzeichnet, allerdings mit deutlich geringerem Ausmaß.

  • Die Stadt Peine will nach Vorliegen des Ergebnisses der Untersuchungen umgehend die Öffentlichkeit über ihre Internetseite www.peine.de unterrichten.
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