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Euphorisch, mutig, mitreißend

Peiner Jakobi-Kirche Euphorisch, mutig, mitreißend

Gesang aus vollster Kehle, beklemmende Klänge und Beifallsstürme im Gotteshaus: Das Weihnachts-Musical „(D)ein Stern“ des St.-Urban-Gospelchors Klein Ilsede in der Jakobi-Kirche bescherte den Besuchern einen unvergesslichen Abend.

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Eindrucksvoll: Ein Dreivierteljahr hat der St.-Urban-Gospelchor Klein Ilsede an dem Musical gearbeitet – mit Erfolg. Die dramatische Inszenierung beeindruckte die Besucher.

Quelle: Ralf Büchler

Peine. Der Altarraum der Jakobi-Kirche in Peine schimmert in einem sanften Blauton. Ein großer goldener Stern hängt von der Decke herab, in der Mitte steht ein mächtiger Weihnachtsbaum. Schemenhaft sind die 55 Sänger des St.-Urban-Gospelchors Klein Ilsede zu erkennen, die bewegungslos wie Schaufensterpuppen auf der Bühne im Altarraum stehen. Zu eindringlichen Klängen wird die Schöpfungsgeschichte rezitiert. Und dann, dann legt der Chor plötzlich richtig los.

„Wir haben die Jugend in uns“, singen sie aus vollster Kehle und mit einem Mal ist die Bühne hell erleuchtet. Auch die Band vor der Bühne legt sich mächtig ins Zeug. Immer mehr steigert sich das Lied und die Sänger tanzen hin und her. Im Höhepunkt der Euphorie endet mit einem Schlag der Song – und Beifall bricht sich Bahn.

Mit dieser eindrucksvollen Einleitung begann am Samstagabend das Weihnachts-Musical „(D)ein Stern“ des St.-Urban-Gospelchors Klein Ilsede in der Jakobi-Kirche. Ein Dreivierteljahr haben die 55 Sängerinnen und Sänger unter Leitung von Lars Peters daran gearbeitet. Und es hat sich gelohnt. Der Auftritt wurde von den Besuchern im ausverkauften Gotteshaus mit Beifallsstürmen gefeiert.

Im Zentrum des Stücks steht der Weihnachtsstern. Er ist mal Symbol für die Geburt Jesu, mal lediglich ein Dekorationselement an der Spitze eines Weihnachtsbaumes. Mit ihm erlebt das Publikum die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts. Und dabei scheut sich Peters auch nicht, die dunklen Zeiten zu erzählen.

Mutig wird geschildert, wie sich in der Nazizeit zwei evangelische Kirchen gegenüberstehen: die gleichgeschalteten „Deutschen Christen“ und die standhafte „Bekennende Kirche“. Die gesamte Szenerie auf der Bühne und die beklemmenden Klänge schnüren einem richtiggehend die Kehle zu. Es folgen dramatische „Bombenangriffe“ und Sirenengeheul.

Doch wo Schatten ist, ist auch Licht – und so erzählt das Musical die Geschichte des Wiederaufbaus mit einem Lächeln. Urkomisch dabei die musikalische Reise durch die vergangenen 50 Jahre. Die Wiedervereinigung wird mit einem Mix der Nationalhymnen der DDR und der Bundesrepublik gefeiert – unverschämt und unverschämt gut.

Den Abschluss des Musicals bilden zahlreiche mitreißende Gospelsongs, die in größter Euphorie vorgetragen werden. Immer lauter schallt die frohe Botschaft durch das Kirchenschiff, immer höher streben die Stimmen nach oben – und so manches Mal, scheinen sie den Himmel zu küssen.

Geküsst gehört auch die Band. Denn natürlich stehen eigentlich die Stimmen des Chores im Mittelpunkt, doch was die Musiker leisten, ist Note eins mit (Weihnachts-) Sternchen. Nik Reinicke zaubert funkige Gitarrenfiguren, Hans-Georg Schubert grundiert die Lieder mit manchmal mächtigen, manchmal filigranen Akkorden, Mathias Bache bringt mit verschiedenen Saxofonen einen Schuss Exotik in die Jakobi-Kirche und Hanney Dunker am Schlagzeug und Ron Oberbandscheid am Bass finden immer den richtigen Rhythmus.
Kein Wunder also, dass es am Ende stehende Ovationen für alle Beteiligten gab. Ein wirklich mitreißender Abend.

Tobias Mull

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